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Das heutige Klima

Eingerahmt von Nordpfälzer Bergland, Hunsrück, Taunus und Odenwald genießt Rheinhessen das geschützte Klima eines Beckens. Als Teil des Oberrheinischen Tieflandes gilt es als eine der Wärme- und Trockeninseln Deutschlands. Insgesamt ist es niederschlagsarm, sommerwarm und wintermild. Die Jahresdurchschnittstemperatur ist mit 10°C sehr günstig. Die durchschnittliche Temperatur der etwa 180 Tage langen Vegetationsperiode beträgt 17°C. Die durchschnittlichen Jahresniederschläge schwanken um 500 mm und fallen hauptsächlich im Sommerhalbjahr. Dies ist günstig für den Weinbau, da die Reben in dieser Phase ihren größten Wasserbedarf haben.

Besonders stark profitiert Rheinhessen von den schützenden Gebirgszügen im Westen. Die westlichen Winde mit ihren Niederschlag bringenden Luftmassen werden von ihnen zum Aufsteigen gezwungen und regnen dabei einen Teil ihrer Feuchtigkeit ab. Rheinhessen hat dadurch geringere Bewölkung, infolgedessen stärkere und längere Sonneneinstrahlung sowie föhnartig erhöhte Temperaturen. Den Weinreben steht eine relativ lange Vegetationszeit zur Verfügung.

Geländeklima

Das günstige Klima wird durch das Relief variiert. In den Randzonen erhöhen die nahen Mittelgebirge den Jahresniederschlag auf 600 mm. Trockeninseln mit nur 500 mm Jahresniederschlag liegen im Windschatten östlich von Hunsrück, Donnersberg oder den Rheinhessischen Plateaus. In einigen Gebieten, in denen sich solche Windschatteneffekte addieren, fallen weniger als 400 mm Niederschlag. Im Sommer sind die Täler bis zu 1°C wärmer, im Winter die Plateaus. Zusätzlich sind die sonnenzugewandten West-, Ost- und insbesondere Südhänge sowie die Talbereiche in Rheinnähe etwas wärmer.

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