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Starke Gemeinschaftswerbung für die Weine aus Rheinhessen

Gemeinschaftswerbungen haben strenge Vorgaben des Gesetzgebers für ihre Arbeit, da sie sich aus steuerähnlichen Abgaben finanzieren. Welchen Aufgaben sie nachgehen und warum die Zusammenarbeit der Winzerinnen und Winzer im Gemeinschaftsmarketing so wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Arbeit der Gebietsweinwerbung für Rheinhessen.

Rheinhessenwein e.V. ist die Gemeinschaftswerbung für Deutschlands größtes Weinbaugebiet. Diese Einrichtung gibt es seit 1961; sie hat heute 1.550 Mitglieder. Zweck des Vereins ist die Absatzförderung rheinhessischer Weine. Die Arbeit konzentriert sich auf die Weinwerbeaktivitäten im Inland.

Rheinhessenwein e.V. arbeitet mit der Werbekampagne "Rheinhessen. Die Weine der Winzer.", die von der Dynamik, den Erfolgen und der Kompetenz der rheinhessischen Winzer erzählt. Ein Schwerpunkt ist die Mediawerbung. Die auffällige Schwarz-Weiß-Werbung läuft nun bereits im 20. Jahr. Die rheinhessische Weinwirtschaft hat (noch) keine starken Marken, die stellvertretend für die Region stehen. Deshalb macht es Sinn, auf diese Weise gemeinschaftlich die Herkunft Rheinhessen zu bewerben.


Anzeigen, Veranstaltungen, Internet und vieles mehr

Zur Werbung für die Weine aus Rheinhessen gehören auch umfangreiche Veranstaltungen: von der Städtetour im Frühjahr bis zur Gemeinschaftspräsentation auf der internationalen Fachmesse ProWein. Die Gebietsweinwerbung kooperiert mit Partnern wie der Landwirtschaftskammer, dem Weinbauministerium oder dem DWI, um große Veranstaltungsprojekte zur Bewerbung der rheinhessischen Weine überhaupt stemmen zu können. Daneben bietet Rheinhessenwein ein eigenes Kooperationsprogramm an, das den beteiligten Betrieben bei gemeinsamen Aktionen eine Förderung gewährt. Weil wir überzeugt sind, dass ein gemeinsamer Auftritt der Winzer auf Veranstaltungen oder Messen nicht nur Stärke zeigt, sondern auch eine Stärke ist.

Die gemeinschaftlichen Verkaufsförderungsaktivitäten gelten insbesondere dem Fachhandel und der Gastronomie. Aus dem umfangreichen Angebot an Werbemitteln bedienen sich Winzer, Händler und Gastronomen gleichermaßen.

Die PR-Arbeit mit Presseinformationen, Pressereisen oder Recherchen bei Anfragen der Medien gehören zum Tagesgeschäft. Wir informieren über Rheinhessen, seine Weine und Winzer. Wir initiieren Nachrichten. Über das, was sich in Rheinhessens Weinwirtschaft tut. Eine wichtige Rolle spielt das Internet, wo unter www.rheinhessenwein.de viele interessante Informationen über die Weine aus Rheinhessen zu finden sind. Der Newsletter zur Information der Weinfreunde gewinnt zunehmend an Abonnenten. Auf www.facebook.com/weinerlebnis.rheinhessen sind wir ebenfalls mit aktuellen Infos unterwegs. Daneben gibt es einen umfangreichen, separat zugänglichen Mitgliederbereich.

Die Qualifizierung der Winzerinnen und Winzer hat einen hohen Stellenwert; mit der finanziellen Unterstützung attraktiver Seminarangebote helfen wir unseren Akteuren, sich fit für den Wettbewerb zu machen. Interessante Qualifizierungsangebote gibt es auch für die Servicekräfte in der Gastronomie; sie sind wichtige Multiplikatoren für die Weine aus Rheinhessen.


Rheinhessens Winzer bündeln ihre Werbe-Kräfte

Die Weine aus Rheinhessen suchen ihren Platz in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Der Marktanteil unserer Weine im Deutschland-Sortiment liegt bei ca. 26% (Basis: Einkauf Lebensmittelhandel 2011). Rheinhessen muss versuchen, die Wertsteigerungen der letzten Jahre fortzuschreiben. Wertsteigerung geht nur über Imagewandel; Imagewandel geht nur über die Zugkraft starker Winzer und über ein kompetentes Gemeinschaftsmarketing.

Die Weinbranche in Rheinhessen ist klein strukturiert. Nur wenige Unternehmen haben die finanziellen und personellen Ressourcen für einen kraftvollen eigenen Werbeauftritt.

Rheinhessen hat durch seine – im internationalen Vergleich - hohen Produktionskosten eine schwierige Ausgangsposition im Wettbewerb. Mit guten Weinen, innovativen Winzern und einer schlagkräftigen Gemeinschaftswerbung für die Herkunft dieser Weine, kann dieses Manko jedoch wettgemacht werden.

Das Land Rheinland-Pfalz und die EU bieten interessante Fördermaßnahmen für die Weinbranche an. Ohne die Kofinanzierung über die Gemeinschaftswerbungen könnten viele der angebotenen EU-Fördermaßnahmen (z.B. Drittlandsmarketing) nicht eingesetzt werden und Deutschland müsste als größter Beitragszahler die EU-Mittel liegen lassen. Die Wettbewerber im Markt werden sich diese Blöße nicht geben.


Nachhaltige Werbung braucht Ideen und ein kraftvolles Budget

Die Gebietsweinwerbung verfügt über einen Etat in Höhe von ca. 2,9 Mio. €  p.a. Die Gelder kommen zum überwiegenden Teil aus den Abgaben des Absatzförderungsgesetzes (AbföG) Wein, die von allen Winzern, die Rebflächen in Rheinhessen bewirtschaften, bezahlt werden. Jeder Bewirtschafter von Rebflächen in Rheinhessen bezahlt einen jährlichen Betrag in Höhe von 77€/ha für die Zwecke der gebietlichen Weinwerbung.

Davon kommen letztlich 68 €/ha bei der Gebietsweinwerbung an, weil zunächst das Weinbauministerium 10% der Abgaben übernimmt und weil die Verwaltung der Gelder ebenfalls honoriert werden muss. Bezogen auf einen rheinhessischen Durchschnittsertrag von 105 hl/ha sind dies gerade mal 0,65 Cent pro Liter Wein, die für dessen Bewerbung zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Primus unter den gebietlichen Weinwerbern sind die Winzer in Württemberg, die jedes Jahr ca. 4 Cent/Liter in den gemeinsamen Werbetopf ihres Gebietes bezahlen.

Das Mittelaufkommen für Rheinhessen ist seit der letzten Abgabenerhöhung im Jahr 1996 unverändert geblieben. Alleine die Anzeigen in den relevanten Magazinen kosten heute das Doppelte wie 1996. Ziel muss es sein, für den Rheinhessenwein in den Medien eine gute Wahrnehmung bei den Weintrinkern zu schaffen und auch die übrigen Marketingaktivitäten gut bedienen zu können. Zugleich müssen neue wichtige Aufgaben bearbeitet werden. Auch dies erfordert zusätzliche finanzielle Mittel.

Ein starkes Engagement der rheinhessischen Weinwirtschaft für die gemeinschaftliche Bewerbung ihrer Weine ist angesagt, allein schon deshalb, weil sich die Wettbewerber in den letzten Jahren finanziell gut in Position gebracht haben. Rheinhessen hat den Anspruch, in diesem Wettbewerb seine Stärken und die Attraktivität seiner Weine herauszustellen. Das geht nur im Schulterschluss aller Akteure. Und dazu braucht es eine starke, finanziell gut ausgestattete Gemeinschaftswerbung.

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