Inhalt
Die Römer in Rheinhessen
Caesars »Bellum gallicum« rückte Germanien und den Rhein ins Blickfeld der Römer. Drusus (39 bis 9. v. Chr.), ein Stiefsohn des Augustus, ließ in Mainz Legionenlager errichten. Daraus entwickelte sich die Hauptstadt der Provinz Obergermanien. Die Ausdehnung ins Rechtsrheinische führte zum Bau des Limes, der bis Ende des 3. Jahrhunderts eine blühende Landeskultur mit zahlreichen Gutshöfen (villa rustica) entstehen ließ. Keltische Siedlungen wie Worms wurden zu Städten. Germaneneinfälle und Ansiedlung germanischer Hilfstruppen veränderten das Bild. Das heutige Rheinhessen wurde zum Grenzland, Kastelle wie Alzey wurden angelegt. Schließlich übernahmen Burgunder, Alemannen und Franken im 5. Jahrhundert das römische Erbe. Baudenkmäler der Antike findet man heute noch in Mainz (Bühnentheater, Isis-Tempel), Alzey (Kastellgrundmauern), Bingen (villa rustica, Drususbrücke) und Nierstein (Sironabad). Eine Fülle an römischen Funden sind zu sehen im Römisch-Germanischen Zentralmuseum und im Römerschiffe-Museum (Mainz), im Mainzer Landesmuseum sowie in den römischen Abteilungen der städtischen Museen von Worms und Alzey.
Inhalt Marginalspalte rechts