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Dornfelder- und Riesling-Senf
Pikantes aus Rheinhessen
Senf hat als Würz- und Heilmittel eine jahrtausendelange Geschichte. Schon die alten Chinesen liebten vor 3000 Jahren die Schärfe des Senfs. Mit den Römern kam der Senf nach Mitteleuropa. Karl der Große ordnete im Jahr 795 den Senfanbau in Deutschland an. Sonnenkönig Ludwig XIV war von Senf so begeistert, dass er ihm ein eigenes Wappen gab. Reichskanzler Otto von Bismarck gestand sogar, dass er nichts lieber äße als Schweinewürstchen mit Senf.
Eine ganz neue Rezeptur in der Senfherstellung präsentieren die Winzer aus Rheinhessen mit diesen beiden Senfsorten: Das normalerweise zugesetzte Wasser wurde durch Dornfelder und Riesling ersetzt. Heraus kamen zwei neue ungewöhnliche Senfkreationen: ein roter Dornfelder-Senf und ein weißer Riesling-Senf. Beiden gemeinsam ist die Herstellung nach dem Dijon-Verfahren, in welchem die Senfsaat nur geschrotet eingemaischt wird. Ganz traditionell wurde zum Anrühren der Maische unvergorener Traubenmost verwendet. Aus dieser Zubereitungsart leitet sich auch das Wort »Mostrich« ab.
Der purpurrote Dornfelder-Senf wurde mit getrockneten Sauerkirchen verfeinert, die den ohnehin schon fruchtigen Geschmack des Dornfelders betonen und mit einer feinen Süße für opulente Geschmackserlebnisse am Gaumen sorgen.
Die feine Frucht des Rieslings-Weins und die quirlige Beerensäure regen zusammen mit den ätherischen Ölen den Appetit an und machen die Speisen bekömmlicher. Der Anteil brauner Senfkörner sorgt dabei für die pikante Zungenschärfe.
Der Riesling-Senf aus Rheinhessen eignet sich zum Verfeinern von Soßen, für Wildgerichte, Sauerbraten- und Entenbraten, zum Würzen von Salatdressings aber auch ganz einfach zu Wurst und Käse. Die Idee des Dornfelder-Senfs ist so neu, dass man nach dem Probieren am besten selbst kreativ wird. Dornfelder-Senf zum gebackenen Ziegenkäse ist nur eine von vielen Ideen. Fest steht dagegen, dass beide Senfsorten das tägliche Essen zu einem Genuss werden lassen.
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