Wassersportmöglichkeiten bietet der Eicher See, © WFG Alzey-Worms © WFG Alzey-Worms

Das Konzept für ihre Arbeit in den kommenden Jahren hat die LAG Rheinhessen in ihrer konstituierenden Mitgliederversammlung am 19. März 2015 beschlossen. In diese „Lokale Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE)“ sind die Initiativen der lokalen Akteure eingeflossen, die in der Lokalen Aktions-Gruppe(LAG) Rheinhessen zusammenarbeiten.

Der Weinbau und die Lage aller in der LAG Rheinhessen vertretenen Verbandsgemeinden und verbandsfreien Städte in der Weinbauregion Rheinhessen ist nur eines der homogenitätsstiftenden Elemente für die Region. Dies nach außen zu tragen und das gemeinsame regionale Identitätsgefühl innerhalb der LAG zu stärken, ist eines der Ziele, denen sich die Aktionsgruppe für die LEADER-Förderperiode 2014-2020 verschrieben hat. Unter dem Leitbild „Zukunftsregion Rheinhessen – authentisch – genussvoll – nachhaltig“ setzt die LAG die erfolgreiche Arbeit der Lokalen Aktionsgruppe „Rheinhessen-Zellertal“ der vorangegangenen Programmperiode 2007–2013 fort.

Handlungsfelder bilden den Rahmen

Hierfür wurden insgesamt fünf Handlungsfelder entwickelt, die jeweils in Teilhandlungsfelder unterteilt und mit Teilzielen und Projektvorschlägen als Denkanstöße für mögliche Maßnahmen konkretisiert wurden. Ein erarbeiteter Finanzplan verdeutlicht die Gewichtung der Handlungsfelder zueinander.

Während die thematische Ausrichtung der vorherigen LAG Rheinhessen-Zellertal sich auf die Begriffe Wein, Kultur und Landschaft konzentrierte, ist die vorliegende Lokale Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategie der LAG Rheinhessen inhaltlich deutlich breiter aufgestellt. Basierend auf der starken Grundlage einer attraktiven und lebendigen Weinkulturlandschaft möchte sich die Region nun frühzeitig auf die sich langsam abzeichnenden Wandlungsprozesse in Bevölkerungs- und Gesellschaftsstruktur einstellen und entsprechende Aktivitäten auch in diesen Bereichen anstoßen.

Der Begriff „Zukunftsregion“ verdeutlicht nicht nur die konkrete Ausrichtung auf die für die Zukunft relevanten Entwicklungsthemen und auf möglichst nachhaltige Wirkungen, sondern soll auch die Notwendigkeit des Handelns als eine gemeinsame Region hervorheben. So kann die LAG Rheinhessen zwar als eine der wenigen Regionen des Landes Rheinland-Pfalz eine stabile Bevölkerungsentwicklung vorweisen. Die Höhe der Einwohnergewinne wird jedoch mittelfristig zurückgehen bzw. stagnieren und auch in der Altersstruktur sind bereits beginnende Wandlungsprozesse erkennbar.

Demografischen Wandel berücksichtigen

Diese Entwicklungsprozesse manifestieren sich in den gemeinhin dem demografischen Wandel zugeordneten Merkmalen, wie insbesondere rückläufige Bevölkerungsanteile der Jugend bei steigendem Anteil älterer Bürger. Diesem Aspekt wird besonders im Entwicklungsziel „Zukunftsfähigkeit nachhaltig gestalten“ Rechnung getragen, in dem Informationsveranstaltungen für Bürger, die Schaffung generationenübergreifender Angebote oder auch die Unterstützung bürgerschaftlicher Entwicklungsinitiativen als Teilhandlungsfelder vorgesehen sind.

Neben dem Erarbeiten neuer Handlungsmöglichkeiten und der Entwicklung nachhaltiger, bedarfsgerechter Angebote im Hinblick auf die aktuellen und sich ankündigenden Entwicklungen, sollen auch die bereits vorhandenen Stärken genutzt und weiter ausgebaut werden. Hierzu gehören die gute verkehrsinfrastrukturelle Anbindung der Region, eine dynamische Wirtschaft mit starken kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie die große Bekanntheit der Weinbauregion Rheinhessen. Daher sind es vor allem die Aspekte Gastronomie, Weinerlebnis und Regionale Produkte, die in der LAG auf genussvolle Weise Bürgern wie Besuchern der Region noch näher gebracht werden sollen.

Der Ausbau von Marketing und Vertrieb regionaler Erzeugnisse sowie die Unterstützung der Erzeuger der Region – zum Beispiel im Rahmen eines geplanten Rucksacks für Wanderer und Radfahrer, der mit regionalen Produkten befüllt ist – sind hierfür konkrete Ansätze. Auch eine intensivere Zusammenarbeit von Erzeugern, Gastronomen und den einzelnen touristischen und gastronomischen Dienstleistern wird von der LAG als wichtiges Teilhandlungsfeld aufgeführt.

Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb

Neben diesen Bereichen wird der Ansatz kooperativer Zusammenarbeit auch in anderen Themenfeldern angestrebt. So sollen einerseits bereits existierende Kooperationen, wie im Rahmen des länderübergreifenden Projektes „Napoleons Telegraf“, weitergeführt und bestehende Strukturen, wie die gemeinsame Dachmarke Rheinhessen, wirksam genutzt werden. Andererseits werden auch neue Kooperationen begonnen, so zum Beispiel mit der LAG Rhein-Haardt, mit der mögliche Handlungsfelder vom Wein bis zur E-Mobilität gemeinsam bearbeitet werden sollen.

Durch Anknüpfungspunkte wie die Inwertsetzung historischer Potenziale und den Ausbau regionaler Veranstaltungsangebote möchte die LAG gleichzeitig aber auch die eigenen Qualitäten ihrer Region stärken, um den Bürgern sowie interessierten Neubürgern ein authentisches Rheinhessen erfahrbar machen zu können. Hierzu dient ebenso das Ziel der Aufwertung der Kulturlandschaft, mit dem die Region u.a. den Erhalt des Landschaftsbildes und die Erhöhung der Biodiversität anstrebt.

Eine intensivere Vermarktung und die weitere Qualifizierung des Tourismussektors sind weitere Schritte, die Region zu stärken. Durch Investitionen in touristische Infrastruktur oder Effizienzsteigerungen in den Organisationsstrukturen im Tourismus sollen die Erlebnisqualitäten im Aktionsgebiet zielgruppengerecht weiterentwickelt und die Zugewinne im Bereich der Gästeankünfte und Übernachtungen der letzten Jahre weiter gesteigert werden.

 

 

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