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Löß/Pararendzina

Der Staub der Eiszeit
Entstehung
Das Ausgangsgestein dieses Bodens ist Löß, eine kalkreiche Ablagerung des Windes. Herkunftsgebiete des Löß waren die Schotterebenen,
Endmoränen sowie Kältewüsten. In letzteren verwitterte Gestein durch Frosteinwirkungen oder Temperaturwechsel bis hin zu feinen Staubkörnern. Ohne schützenden Pflanzenbewuchs kann dieser Staub vom Wind zu tausende Meter hohen Staubwolken aufgewirbelt und über hunderte Kilometer verweht werden. Bei abflauendem Wind fällt er wieder zu Boden. Dieser Kreislauf des Aufwirbelns, Transportierens und Absetzens wiederholt sich so lange bis sich der Löß in windgeschützten Lagen und wo die Vegetation den Staub »auskämmt« und festhält, ablagert. Erst die Entwicklung einer dauerhaften Pflanzendecke sorgt dafür, dass der Löß endgültig festgehalten wird. Rheinhessen ist in großen Teilen von Löß bedeckt. Oft ist die Bedeckung nur wenige Meter hoch, häufig gibt es aber auch bis zu mehrere zig Meter mächtige Lößauflagen. Der Löß hat eine hohe Standfestigkeit einerseits und eine hohe Erosionsanfälligkeit andererseits. Die Ausbildung der für Lößgebiete typischen Hohlwege und Steilwände sind die Folge.
Bodeneigenschaften
Dieser Boden ist leicht bis in große Tiefe durchwurzelbar, erwärmt sich schnell und ist wegen seiner lockeren Beschaffenheit gut durchlüftet. Er speichert schnell große Mengen Wasser in pflanzenverfügbarer Form, kann diese aber in extrem heißen Jahren bzw. kleinklimatisch heißen Lagen nur bedingt festhalten. Vereinzelt kann Trockenstress auftreten. Herausragendes Merkmal ist das breite Mineralspektrum dieses Bodens. Diese Minerale stellen ein großes und breit gefächertes Nährstoffreservoir dar. Der Rebstock kann sich auf diesem Boden von der Pflanzung an besonders günstig entwickeln. In warmen Lagen führt das zu früher Blüte und frühem Reifebeginn.
Weincharakteristik
Die Weine zeigen eine feine Frucht. Sie sind zugleich schlank und haben viel frischen Pfiff. Trotz ihrer frühen Trinkreife verfügen sie über ein gutes Potential für die weitere Entwicklung.
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