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Müller-Thurgau

- Müller-Thurgau Trauben
Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt der Müller Thurgau seine Existenz und seinen Namen. Müller, der von 1850 bis 1927 lebte, züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim den Müller-Thurgau. Neuere Genuntersuchungen deuten zweifelsfrei darauf hin, dass ihm dies durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale gelang. In der schweizerischen Forschungsanstalt Wädenswil wurde die Sorte weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter benannt. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an. Mit einer Fläche von 4320 ha und einem Anteil von gut 16 Prozent der rheinhessischen Rebfläche hat der Rivaner nach wie vor eine überragende Bedeutung und liegt an der Spitze aller angebauten Sorten.
Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine mit milder Säure. Der Ausbau erfolgt meist in Edelstahltanks, wodurch in idealer Weise die Frische und der typische Sortenduft erhalten werden kann. Oft handelt es sich um trockene oder feinherbe Qualitätsweine.
Die unkomplizierten Weine werden aufgrund ihrer harmonischen Charaktereigenschaften gerne getrunken. Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen, eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt. Müller-Thurgau-Weine sind meist unkomplizierte Alltagsweine. Sie eignen sich zu zart-aromatischen bis würzig deftigen Speisen. Ein hervorragender Vesperwein.
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