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Nachhaltige Entwicklung für einen zukunftsfähigen Weinbau

Quelle: www.deutscheweine.de

Der Aufruf zur nachhaltigen Entwicklung, der bereits 1987 nach der Konferenz der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung erging, ist mittlerweile in allen Branchen angekommen.



Begriffe wie Klimaneutralität, CO2-Bilanz, Carbon-Footprint, Water-Footprint, Schonung der natürlich vorkommenden Ressourcen werden fast synonym mit dem Begriff Nachhaltigkeit verwendet, wenngleich damit nur die ökologischen Aspekte des Begriffes Nachhaltigkeit in seiner ursprünglichen Bedeutung gemeint sind.

Der aus dem Kontext des Klimawandels stammende Begriff Nachhaltigkeit meint in seinem Ursprung aber nicht nur die ökologische Produktion, sondern fordert auf: 

  • ökologische Verantwortung
  • wirtschaftlichen Erfolg und
  • soziale Verantwortung

in eine Balance zu bringen, um „die Bedürfnisse der heutigen Generation zu erfüllen ohne die Bedürfnisse der nächsten Generationen zu gefährden. Damit wird aber auch klar, dass Nachhaltigkeit neben ökologischen auch ethische und soziale, aber natürlich auch ökonomische Aspekte beinhaltet.

Fairer Handel, Verantwortung und soziale Gerechtigkeit sind weitere Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung. Es geht natürlich um den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen, mit Wasser und Energie, um die Schonung von Umwelt, Natur und Landschaft, aber auch um den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und um wirtschaftlichen Erfolg. Mit dem Ziel, heute schon für nachfolgende Generationen verantwortungsvoll zu wirtschaften.

Rheinhessen bietet beste Voraussetzungen für eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Entwicklung im Weinbau: 

  • Aus Rheinhessen kommen die Pioniere des ökologischen Weinbaus: hier wurde der Bundesverband ökologischer Weinbau gegründet. Heute ist Rheinhessen die Weinregion, die den größten Anteil ökologischen Weinbaus zu verzeichnen hat. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine Beratungsstelle für ökologischen Weinbau am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück am Standort Oppenheim.
  • Rheinhessen ist die Region, in der der umweltschonende Weinbau insgesamt – sowohl der ökologische als auch der integrierte Weinbau – bereits eine riesige Verbreitung hat. Durch intensive Versuchsreihen gelang es am DLR in Oppenheim bereits Anfang der 90er Jahre, den Pflanzenschutz basierend auf Wetterbeobachtung und Prognosemodellen auf ein Minimum zu reduzierten. Der Einsatz von biologischer Schädlingsbekämpfung durch Raubmilbenschonung und den Einsatz von Pheromonen ist heute gängige Praxis. D.h. in Rheinhessen haben umweltfreundliche Praktiken im Weinbau den konventionellen Weinbau in Teilen längst abgelöst.
  • Rheinhessen bietet heute vom Gutswein bis zum Spitzenwein die gesamte Palette und spielt qualitativ sowohl national als auch international ganz vorne mit.
  • Rheinhessen verfügt über ausreichend große, zukunftsträchtige, generationenübergreifende Weinbaubetriebe. Der Strukturwandel beschleunigt diese Entwicklung und entwickelt wettbewerbsfähige Unternehmen in der rheinhessischen Weinwirtschaft.
  • Die Betriebsgrößen im rheinhessischen Weinbau ermöglichen nicht nur mehreren Generationen einer Familie, sondern auch zusätzlichen Arbeitskräften ein Einkommen aus dem Weinbau.
  • In Rheinhessen wird, wie in vielen anderen europäischen Weinbauregionen, seit mehr als 2000 Jahren Weinbau betrieben. Der Weinbau prägt die gesamte Kulturlandschaft maßgeblich und ist wertvoll für die Landschaft und wertschöpfend für die gesamte Region.

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