Nachhaltigkeitskongress

Mehr als 150 Teilnehmer – Erzeuger, Kellereien, Zulieferer, aber auch Leute aus den verschiedenen Schulen und Hochschulen sowie Beratungs- und Forschungseinrichtungen – waren gekommen, um sich ein dichtes Programm an Fachvorträgen zu den verschiedensten Facetten nachhaltigen Wirtschaftens im Weinbau anzuhören und zu diskutieren.

Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut aus Kelkheim führte die Besucher mit seinem Impulsreferat in die Welt der Werte und Sehnsüchte heutiger Konsumenten, die zunehmend auf „alte“ Unternehmertugenden setzen und sich nach Verlässlichkeit sehnen. Anschaulich zeigte er auf, wie Unternehmen der verschiedensten Branchen das Thema Nachhaltigkeit umsetzen und welche Innovationskraft in der Themenstellung steckt.

Dass Rheinhessen bereits auf einem hohen Umwelt- und Sozialstandard Weinbau betreibt, attestierte Nils Rettenmaier vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU)  in Heidelberg, als Zwischenergebnis der beauftragten Nachhaltigkeitsbetrachtung in seiner Kurzpräsentation. Gleichzeitig gaben die Experten aus Heidelberg einige Empfehlungen für die weitere nachhaltige ökologische und auch soziale Entwicklung des Weinbaus in Rheinhessen mit auf den Weg. Wesentliche Aspekte dabei sind im verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen (Rohstoffen, Energie, Wasser etc.) mit der Umwelt und den Menschen sehen, denn bei wachsenden Betriebsstrukturen in Rheinhessen, die dennoch stark vom Familienbetrieb geprägt sind, kommen neue organisatorische Herausforderungen auf die Betriebe zu.

Im Anschluss daran zeigten eine Reihe von Fachvorträgen, wie Nachhaltigkeit im Anbau und in der Kellerwirtschaft bereits umgesetzt werden, aber auch welches Entwicklungspotential noch darin steckt, um zukünftig ökologisch verträglich, sozial gerecht und gleichzeitig ökonomisch erfolgreich zu wirtschaften. Der Fokus dabei war insbesondere auf die Themen Verpackung und Vertrieb gerichtet.

Dass Konsumenten zunehmend Wert auf Produkte aus nachhaltiger Produktion legen, wusste Bettina Willmann, Expertin für Konsumentenforschung vom Institut für Handelsforschung in Köln, aus aktuellen Konsumentenstudien zu berichten. Wie der Handel das Thema im Einkauf und in der Sortimentsgestaltung aufgreift, zeigte Jens Holst von der Lebensmittelzeitung am Beispiel einiger für die Nachhaltigkeit engagierter Handelskonzerne.

Aufgelockert war die Reihe der Fachvorträge durch eine Podiumsdiskussion, bei der Johann Schnell (Weingut Geheimrat Dr. Schnell, Guntersblum) und Richard Grünewald (Weingut Grünewald-Schnell, Worms-Horchheim) Unterschiede zwischen ökologischem und nachhaltigem Weinbau, Weiterentwicklungen, aber auch Marktchancen für beide Wirtschaftsweisen diskutierten.

Christian Hiß, Gründer und Geschäftsführer der Regionalwert AG in Eichstetten und Social-Entrepreneur 2010, machte mit seinem Kurzvortrag einen Exkurs in das Thema Regionalität und stellte in beeindruckender Weise eine neue Sicht auf die Bewertung des ökologischen und sozialen Engagements der in der Landwirtschaft tätigen Unternehmen vor.

Der Kongress wurde im Rahmen der LEADER-Förderung durch die europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz gefördert. Die LAG Rheinhessen-Zellertal hat in ihrer Entwicklungskonzeption den Klimaschutz als einen wichtigen Schwerpunkt ausgewiesen.

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