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Typische Weinbergsböden in Rheinhessen

Die Beschreibung der anschließend dargestellten Bodenprofile basiert auf der Erkenntnis, dass die Ausprägung von Bodenhorizonten Rückschlüsse auf die Eigenschaften und die Entwicklung des Bodens erlaubt.
Zu allen Böden sind Fachbezeichnungen (Bodentypen) der natürlichen Bodenentwicklung angegeben.
Die folgenden Bodenprofile sind beispielhaft für weinbaulich genutzte Böden auf den jeweiligen Ausgangsgesteinen.

Nahezu überall in Rheinhessen sind große Lößflächen zu finden. Löß kann somit als typischstes Ausgangsgestein Rheinhessens bezeichnet werden. Da der Weinbau allerdings vorwiegend in Lagen stattfindet, die aufgrund ihrer Neigung oder der Bodenbeschaffenheit ungeeignet für ackerbauliche Nutzung sind, müssen auch die folgenden Ausgangsgesteine als bedeutend für den Weinbau angesehen werden, auch wenn sie nur räumlich begrenzt anzutreffen sind.

Flugsande findet man im Rheintal bei Alsheim, Mettenheim, Gimbsheim, Guntersblum und am nördlichen Rand der rheinhessischen Plateaus zwischen Mainz und Ingelheim. In den Übergangsbereichen von Löß- zu Flugsandflächen finden sich häufig Gemenge der beiden Substrate, die als Sandlöße oder Lößsande bezeichneten werden. Auch in Flussablagerungen treten solche Gemenge auf. Tertiäre Kalksteine bilden die Ränder der Plateauflächen und die anschließenden oberen Hangbereiche. Die darunter liegenden tertiären Tonmergel bauen die mittleren und unteren Hangbereiche auf und bilden stellenweise flache Kuppen in den breiten Tälern. Tertiäre sandig-kiesige Küstensedimente sind in einem kleinen Bereich im Westen erhalten. Weiter verbreitet sind die tertiären Flussablagerungen des Urrheins, deren kleinflächige Reste in ganz Rheinhessen östlich der Linie Worms-Bingen anzutreffen sind. Gesteine des Rotliegend treten in verschiedener Form auf.
Sedimentgesteine liegen im Dreieck Nierstein-Nackenheim-Schwabsburg und westlich von Alzey an der Oberfläche. Im Westen Alzeys sind auch saure und basische Magmatite dieser Epoche verbreitet. Devonische Gesteine (Quarzite und Schiefer) sind ausschließlich am Rochusberg zu finden. Im gesamten Bereich werden die Talböden wesentlich durch erodiertes Bodenmaterial (Kolluvien) geprägt.

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