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Weinerzeugung in Rheinhessen
Über das natürliche Verhältnis der Rheinhessischen Winzer zu ihrem Wein

- Weinbergsgrubber
Es gibt unendlich viele Bauernregeln, die auf Erfahrung und Beobachtung fußen und die deutlich belegen, wie sehr der Landwirt von jeher im Einklang mit der Natur lebt und arbeitet. Aber es gibt keine, die besagt, daß in der Woche vor Trinitatis zentnerweise Dünger zu verstreuen sei. Bei einer Monokultur wie dem Weinberg ist es ganz natürlich, daß dem Winzer die langfristige Gesunderhaltung des Bodens am Herzen liegt. Und ökologisches Handeln war bei vielen Winzern in Rheinhessen schon üblich, lange bevor sie den Begriff überhaupt kennenlernten. Rheinhessen ist heute führend in der Anwendung umweltfreundlicher Methoden im Weinberg.

- Tankprobe
In der Lehranstalt Oppenheim wurde zum Beispiel ein Frühwarnsystem entwickelt, das mit Computerhilfe das Risiko eines Pilzbefalls errechnet und die Winzer nur dann zu Spritzungen aufruft, wenn sie wirklich nötig sind. Viele Schädlinge werden mit der Ansiedlung von entsprechenden Nützlingen erfolgreich bekämpft, Düngung erfolgt, wo immer es geht, mit organischen Stoffen, und der »Traubenwickler«, ein gar nicht gern gesehener Bewohner in den Weinbergen, wird statt mit Chemie mit Duftstoffen traktiert, die seinen Fortpflanzungstrieb völlig durcheinanderbringen.
So ergänzen sich in Rheinhessen das Wissen um Zusammenhänge in der Natur und das Wissen um die Herstellung eines guten Weines auf das harmonischste und zum beiderseitigen Nutzen.
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