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Weißburgunder

- Weißburgunder Trauben
(Quelle: www.deutscheweine.de)
Der Blaue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des Burgunders angesehen. Beim Grauburgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation des Blauen Spätburgunders, der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung dieser Mutation über den Grauen Burgunder betrachtet werden. Bis zum Beginn der Traubenreife lassen sich diese drei echten Burgundersorten kaum unterscheiden. Mit zunehmender Reife entwickeln sich die Ausprägung der Traubenfarbe sowie die Duft- und Geschmackskomponenten.
Nachweislich bekannt ist der Weißburgunder seit dem 14. Jahrhundert. In Frankreich heißt die Sorte Pinot Blanc und in Italien Pinot Bianco. Auch in Österreich, der Schweiz oder Slowenien ist der Weißburgunder zu finden. Die deutschen Winzer entdecken mehr und mehr den Wert dieser eleganten Rebsorte, von der in Rheinhessen aktuell 730 ha angebaut werden.
Die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und Klima deuten auf die Verwandtschaft mit dem Spätburgunder hin. Der Weißburgunder bevorzugt warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie exponierte, trocken-warme Lagen. Die Sorte ist im Anbau unkompliziert und kann durch eine lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen.
Der Weißburgunder präsentiert sich mit feinfruchtigem Duft. Typisch ist sein leicht nussiges Aroma. Trocken ausgebaut ist der Weißburgunder mit seiner frischen Säure und einer feinen Frucht ein idealer Menüwein. Leichte Weißburgunder sind dezenter im Aroma, das häufig an grüne Nüsse, Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas erinnert. Seine pikante Säure macht ihn zu einem launigen Menübegleiter. Er eignet sich hervorragend zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und Barriqueweine begleiten auch Lamm oder zarte Gerichte vom Jungwild.
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