Begrünung in den Weinbergen, © Eva Grünewald, www.gruenewald-schnell.de© Eva Grünewald, www.gruenewald-schnell.de

Bunte Flora und Fauna in den Weinbergen

In den hiesigen Weinbergen werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Vielfalt der Arten zu fördern: durch die Einsaat von Blühmischungen und Blühstreifen und durch die Pflege von natürlichen Begrünungen. Hier fühlen sich zahlreiche Insekten wohl und sorgen für lebendige Weinberge.

Die Einsaat von Blühmischungen und die Pflege der natürlichen Begrünung in den Weinbergen erfüllt verschiedene Funktionen: Die Blüten bieten Nahrung, Schutz und Lebensraum für zahlreiche Insekten und Vögel. Und hier kommt eine interessante Beziehung ins Spiel – nämlich die zwischen den Schädlingen und Nützlingen eines Ökosystems, die der BUND in seinem Projekt „Blühendes Rheinhessen“ untersucht hat. Während Wespen die Brut von Schadinsekten unmittelbar zerstören können, werden indirekte Effekte auch bei (Wild)Bienen vermutet: Das Vorkommen des Traubenwicklers wird durch die Präsenz einer vielfältigen Insektengemeinschaft stark zurückgedrängt. Man nimmt an, dass auch Bienen aufgrund der den Wespen vergleichbaren Flügelfrequenz die Entwicklung der Traubenwickler-Larve hemmt (Niggli und Nürnberger, 2009). Die Flügelfrequenz der Wespe erzeugt Stress bei den Larven. Wer hätte das gedacht? Sie blühen nicht nur bunt, sondern haben zahlreiche andere Effekte.

Vielfältige Arten – gesunde Böden

Die „Stickstoffsammler“ wie z.B. Luzerne in den Blühmischungen ziehen nicht nur Insekten an, sondern sorgen dafür, Stickstoff aus der Luft zu binden, um ihn dem Boden zur Verfügung zu stellen. Das wiederum erspart den Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern und hat wiederum weitere positive Nebeneffekte.

Begrünungen – ob Blüheinsaaten oder natürliche Begrünungen - dienen nämlich auch der Beschattung und Durchwurzelung des Bodens. Die Böden trocknen nicht so schnell aus, die Gefahr der Erosion wird gemindert, die Böden werden gelockert, bieten wiederum Heimat für zahlreiche Bodenlebewesen, wie Regenwürmer etc. und tragen zur Humusbildung bei. Das zeigt, wie wichtig es ist, gerade in der Dauerkultur Weinbau für eine Vielfalt der Arten oberhalb und unterhalb des Bodens zu sorgen.

Daneben werden immer häufiger auch Randstreifen und Brachflächen mit Blühmischungen eingesät. Passiert das in einem räumlichen Zusammenhang, gelingt es in der Kulturfläche eigene Ökosysteme für Insekten und Vögel zu schaffen und richtige Farbtupfer in die Landschaft zu setzen.

Jüngste Empfehlungen gehen sogar soweit, vorzugsweise nur gebietseigenes Saatgut auszubringen. Hintergrund dieser Regelung ist es, die genetische Vielfalt der regionalen Flora und Fauna zu erhalten und zu gewährleisten, dass sogenannte „Spezialisten“ unter den Insekten geeignete Nahrungspflanzen vorfinden. Dies hat für Wildbienen besondere Relevanz. (BUND: „Blühendes Rheinhessen“)

Welche besondere Fauna und Flora in den Weinbergen zu finden ist, wurde in einer Bestandsaufnahme an der Hochschule Bingen zusammengetragen. Flora und Fauna der Weinkulturlandschaften sind zu entdecken in dieser Broschüre LINK

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