Weinmajestäten bei der Weinlese

Der Jahrgang 2021 in Rheinhessen

Der Jahrgang 2021 – zunächst die Fakten: Rheinhessen hat mit knapp 2,7 Mio. hl eine Weinernte eingebracht, bei der die Fässer gut voll geworden sind. Mit einem Durchschnittsertrag von 102 hl/ha liegt die Erntemenge um ca. 5% über dem Schnitt der letzten 10 Jahre. Und auch mit den Qualitäten sind die Winzerinnen und Winzer im größten deutschen Weinbaugebiet zufrieden. Die jungen Weine schmecken, sie sind pointiert in ihrer Aromatik und sind durch die Bank leichter im Alkoholgehalt als die Vorgänger. Die Fachleute charakteristischen den 2021er als typischen „Cool-Climate-Jahrgang“.

Dieser Jahrgang 2021 ist in mancherlei Hinsicht bemerkenswert. Es ist ein Jahrgang, der nach vielen Jahren sonnenverwöhnter Ernten wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Er kommt aus einem ungewohnten deutschen Sommer, einem Sommer der nicht enden wollenden Tiefausläufer. Das bedeutet Balsam für die Vegetation und für die trockenen Weinbergsböden, aber auch Stress für die Winzerinnen und Winzer bei der Umsetzung eines termingerechten, effektiven Pflanzenschutzes. Gerade darauf kam es beim Jahrgang 2021 ganz entscheidend an. Eine enge Taktung der Pflanzenschutz-Maßnahmen, die Auswahl der spezifischen Wirkstoffe und aufwändige Arbeiten im Weinberg waren essenziell, um gute Trauben ernten zu können – insbesondere für die vielen ökologisch wirtschaftenden Betriebe.

Doch dieser Sommer der eher kühlen Temperaturen und die damit einhergehende lange Vegetationsperiode brachten auch Vorteile. Die spätreifenden Rebsorten, wie z.B. der Riesling, aber auch der Silvaner und die Burgundersorten konnten bei ausreichender Geduld definitiv von dem sehr freundlichen Spätherbst profitieren, wobei die guten, klassischen Lagen in punkto Reife und Aromaausbeute im Vorteil waren.

Die Schlagkraft und die Leistungsfähigkeit der Vollernter hat bei der Ernte wesentlich geholfen, gutes Lesegut auf die Kelter zu bringen. Die Lese ging insgesamt sehr besonnen über die Bühne, der tagtägliche Entscheidungs-Kreisel zwischen Gesundheitszustand, Reifegrad und Säurefrische lief ziemlich rund, und die anfängliche Skepsis wegen des Rückstands in der Vegetation wurde durch eine positive Herausforderungs-Stimmung abgelöst - insbesondere bei denjenigen Winzerinnen und Winzern, die im Weinberg mit Know how und Geschick gearbeitet haben, und die im Finish des Vegetationsjahres einige konditionsstarke Joker im Rennen hatten.

Etwas diffus bleibt das Bild bei den geernteten Rotweintrauben. Aufgrund der drohenden Gefahr durch die Kirschessigfliege hatten die Winzerinnen und Winzer die Rotweintrauben recht früh gelesen – unter vollem Risiko, dass nicht jede Partie für eine anschließende Rotweinbereitung infrage kommen würde. Dafür haben sich diese früh gelesenen Trauben aufgrund des Säurespiels und der zarten lachsroten Farbe sehr gut für die Herstellung von Rosé- und von Schaumweinen geeignet.

Für die Weintrinker wird der Jahrgang 2021 trotz aller Herausforderungen auf Seiten der Winzerinnen und Winzer viele attraktive Weine bereithalten. Gerade im Ausbau von Riesling, Silvaner und Burgundern wird es spannende Weine geben, denn die jungen Winzerinnen und Winzer sind mit Neugierde und frischem Mut an die Vinifizierung dieses Jahrgangs herangegangen. Die entscheidenden Stellschrauben lagen in diesem Jahrgang beim erfolgreichen Handling des Säuremanagements.

Der Jahrgang 2021 zeigt eine deutlich präsentere Frucht als sein Vorgänger, die Weine sind bereits gut entwickelt, der Alkoholgehalt ist moderat.

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