Kirschen, © Achim Meurer© Achim Meurer

In Rheinhessen kann man gut Kirschen essen …

In den nächsten Tagen beginnt die Ernte der Kirschen in den Feldern der rheinhessischen Obstbauern. Zunächst sind die Süßkirschen dran, anschließend folgen die Sauerkirschen. Die Parallelitäten im Anbau von Wein und Obst sind unverkennbar. Und letztendlich sind Trauben auch nichts anderes als Obst, auch wenn diese hierzulande nahezu ausschließlich zu Wein vergoren werden

Bereits die Römer befassten sich neben dem Weinbau auch mit der Kultivierung verschiedener Obstarten. Karl der Große veranlasste gar, das jedes Brautpaar 6 Obstbäume pflanzen muss, was sicherlich vor den Toren seiner Kaiserpfalz in Ingelheim in der Rheinebene zum großflächigen Obstanbau beitrug. Noch eines drauf setzte Napoleon der anordnete, dass auch entlang der Straßen Obstbäume gepflanzt werden sollten. Diese Alleen  findet man teilweise heute noch entlang vieler Landstraßen in Rheinhessen.

Das milde Klima und die leichten fruchtbaren Böden Rheinhessens bieten auch den Kirschen hervorragende Bedingungen. So ist Rheinhessen ist nicht nur Deutschlands  größtes Weinbaugebiet., hier werden auch die meisten Sauerkirschen in der Republik angebaut. Die Sorte „Schattenmorelle“,  die ursprünglich aus Frankreich stammt, gibt den Ton an. Den Begriff „Morelle“ für Sauerkirsche gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie wurde damals im Garten eines französischen Chàteaus angebaut und aus „Morelle am Chàteau“ wurde schließlich „Schattenmorelle“.

Heute konzentriert sich der Obstbau auf die Rheinebene zwischen Mainz und Bingen und auf den Süden Rheinhessens um Worms. Etwas mehr als 2.200 ha beträgt die Anbaufläche für Obst insgesamt, davon entfallen etwa  450 ha auf Sauerkirschen und 330 ha auf Süßkirschen. Knapp 200 Betriebe beschäftigen sich heute noch mit dem Obstbau, der durchschnittliche Betrieb in Rheinhessen hat mittlerweile eine Fläche von 10,7 ha. Diese ist in den vergangenen Jahren gerade in Rheinhessen enorm angestiegen weil viele Nebenerwerbsbeitriebe das Handtuch geworfen haben. Diese prägten lange Zeit den Kirschenanbau in Rheinhessen und brachten oft nur den Ertrag einer Handvoll Kirschbäume in die Genossenschaft. Das Pflücken von Hand ist sehr zeitaufwändig, so dass die Kirschenfelder heute so angelegt werden, dass diese analog zu den Trauben maschinell geerntet werden können. Eine Ursache für diesen enormen Strukturwandel ist vielleicht auch die Kirschessigfliege, ein Schädling der die Früchte (und auch die roten Trauben) kurz vor der Reife befällt und die ganze Ernte zunichte machen kann.

Vermarktet werden die Kirschen zum größten Teil über die Vereinigte Obstgenossenschaft (VOG) Ingelheim. Ein kleiner Teil wird direkt vom Anbauer ab Hof oder auf Wochenmärkten angeboten.  Vorzeigebetrieb ist hier die Amorella-Kirsch-Manufaktur von Familie Mossel in Mainz-Marienborn. Hier gibt es alles was in einem Weingut auch produziert wird, nur eben aus Kirschen: Kirschwein (süß und trocken), Kirsch-Secco, Kirsch-Sekt, Kirschsaft, Kirschessig und noch viele Delikatessen mehr. Jeden Mittwoch findet dort die „Marktschwärmerei“ statt, ein Art Bauernmarkt 2.0, bei dem bis Montagnacht bestellte Waren bei verschiedenen persönlich anwesenden Erzeugern abgeholt werden können.

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