Kirschen, © Achim Meurer © Achim Meurer

Deutschlands größtes Anbaugebiet - nicht nur beim Wein

In diesen Tagen hat die Ernte der Süßkirschen begonnen, die Sauerkirschen folgen in Kürze. Dort, wo große Weine wachsen, gedeihen auch viele Obstsorten hervorragend. Das milde Klima und die leichten fruchtbaren Böden bieten auch den Kirschen hervorragende Bedingungen.

So ist Rheinhessen ist nicht nur Deutschlands  größtes Weinbaugebiet. Hier werden auch die meisten Sauerkirschen in der Republik angebaut. Die Sorte „Schattenmorelle“,  die ursprünglich aus Frankreich stammt, gibt den Ton an. Den Begriff „Morelle“ für Sauerkirsche gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie wurde damals im Garten eines französischen Chateaus angebaut und aus „Morelle am Chateau“ wurde schließlich „Schattenmorelle“.

Den Obstbau gibt es in Rheinhessen schon seit der Römerzeit. Heute konzentriert er sich auf die Rheinebene zwischen Mainz und Bingen und auf den Süden Rheinhessens um Worms. Etwas mehr als 2.200 ha beträgt die Anbaufläche für Obst insgesamt, davon entfallen fast 600 ha auf Sauerkirschen und gut 200 ha auf Süßkirschen. 40.000t Kirschen werden jährlich geerntet. 400 Betriebe beschäftigen sich heute noch mit dem Anbau von Kirschen. Vor 20 bis 30 Jahren waren es wesentlich mehr aber überwiegend Nebenerwerbsbetriebe, die die Ernte ihrer oft nur von einer handvoll Kirschbäume in die Genossenschaft brachten. Heute wandelt sich wie im Weinbau auch hier das Bild hin zu größeren spezialisierten Haupterwerbsbetrieben. So werden die Kirschen heute teilweise schon mit dem Vollernter geerntet, zumeist sind das sogar umgebaute Traubenvollernter.

Vermarktet werden die Kirschen über die Vereinigte Obstgenossenschaft (VOG) Ingelheim. Ein kleiner Teil wird direkt vom Anbauer ab Hof oder auf Wochenmärkten angeboten.  Vorzeigebetrieb ist hier die Amorella-Kirsch-Manufaktur von Familie Mossel in Mainz-Marienborn. Hier gibt es alles was in einem Weingut auch produziert wird, nur eben aus Kirschen: Kirschwein (süß und trocken), Kirsch-Secco, Kirsch-Sekt, Kirschsaft, Kirschessig und noch viele Delikatessen mehr.

Die Parallelen zum Weinbau zeigen sich dieses Jahr leider aber auch von Ihrer Schattenseite. Bis zu 60% der Kirschernte sind regional schätzungsweise dem Frost im April zur Blütezeit zum Opfer gefallen. Gemeinsam mit den Weinbauern fürchten die Obstbauer auch die Kirschessigfliege. Bedingt durch die derzeitige trockene Hitze und den damit verbundenen schlechten Lebensbedingungen für den neuen Schädling konnte dieser bei den Kirschen dieses Jahr keinen Schaden anrichten. Bleibt zu wünschen, dass das auch bei den im August reifenden Weintrauben so sein wird.

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