Neue Synagoge Mainz, © Robert Dieth© Robert Dieth

Auf den Spuren der Vergangenheit

Jüdisches Erbe erleben

Rheinhessen steht vor allem für guten Wein und atemberaubende Landschaft, dass die Region eine alte jüdische Geschichte hat, ist den wenigsten Menschen bewusst. Angefangen von Jahrhunderte alten Jüdischen Friedhöfen über zahlreiche Synagogen bis hin zum Jüdischen Museum in Worms, kann die Geschichte der Juden in Rheinhessen nachvollzogen werden. Besondere Highlights sind zum Beispiel der Jüdische Friedhof "Heiliger Sand" in Worms, welcher der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Europa ist, oder die Neue Synagoge, welche in Mainz zu finden ist. Mainz ist zudem eine der ältesten und traditionellsten jüdischen Gemeinden in Europa.

Inschrift Synagoge Weisenau © Landeshauptstadt M

Die Synagoge in Mainz-Weisenau wurde 1737/38 erbaut. Sie ist die einzige Synagoge in Mainz, die die Zeit des Nationalsozialismus und die Bombenangriffe überdauerte und das ältestes noch erhaltenes Gebäude in Weisenau. Da die Weisenauer jüdische Gemeinde im 18. Jahrhundert fast ein Viertel der Dorfbevölkerung ausmachte, wurde die Synagoge auf der Wormser Straße errichtet. Bei der Belagerung von Mainz 1793 wurde die Synagoge schwer beschädigt. Erst 25 Jahre später waren die Schäden behoben. In...

Synagoge Worms © Bernward Bertram

Worms, hebräisch Warmaisa, war seit dem 11. Jh. eine blühende jüdische Gemeinde. Zwischen Martins- und Judenpforte erstreckt sich das wohlerhaltene und restaurierte ehemalige jüdische Wohnviertel. Mittelpunkt des ehemaligen Judenviertels war und ist die Synagoge mit ihrem Ritualbad (Mikwe). Der erste Bau (älteste Steinsynagoge Deutschlands, 1034) fiel den Kreuzzügen des 11./12. Jahrhunderts zum Opfer. 1174/75 wurde ein Neubau errichtet. In der Pogromnacht 1938 niedergebrannt, wurde die Synagoge 1961 unter Verwendung zahlreicher orginaler...

Mainz Neue Synagoge © Rheinhessen

Mainz ist eine der ältesten und traditionellsten jüdischen Gemeinden in Europa. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum jüdischer Lehre und Religion. Die 1912 nach dem Entwurf des Stuttgarter Architekten Willy Graf errichtete Hauptsynagoge an der Kreuzung von Hindenburg- und Josefsstraße wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 geplündert und in Brand gesetzt. Inzwischen ist die Jüdische Gemeinde Mainz wieder auf ca. 1.000 Mitglieder angewachsen, insbesondere durch Zuzug aus den Ländern...

Jüdischen Museum im Raschi-Haus 2 © Rudolf Uhrig

Das heutige „Raschi-Haus“ ist vermutlich die Stelle des jüdischen Lehrhauses, in dem der bedeutende jüdische Gelehrte Raschi in der Zeit um 1060 studierte. Teile des Erdgeschosses sind aus dem späten Mittelalter. Der 1982 fertiggestellte Neubau ist dem früheren Haus nachempfunden und beherbergt das Jüdische Museum sowie das Archiv der Stadt Worms. Wertvolle Handschriften, Einblicke in die jüdische Geschichte seit dem Mittelalter, Gebrauchsgegenstände und Kultgeräte, Erinnerungen an die Geschehnisse des Dritten Reiches: All dies erwartet...

Besucher auf dem jüdischen Friedhof © Bernward Bertram

  Ältester jüdischer Friedhof Europas mit ca. 2500 Gräbern. Der älteste Grabstein stammt von 1058/1059 und dokumentiert damit die erste große Blütezeit der seit etwa dem Jahre 1000 nachweisbaren jüdischen Gemeinde in Worms. Vom jüngeren Teil des Friedhofs hat man einen überaus eindrucksvollen Domblick, der sog. „Buber-Blick“. Dank der Synagogenstiftung von 1034 und als Wirkungsort zahlreicher Rabbiner seit dem 11. Jahrhundert bildete die Wormser Gemeinde zusammen mit denen...

Jüdischer Friedhof  Mainz © Landeshauptstadt Mainz

Durch den Mainzer Stadtbaumeister Eduard Kreyßig wurde 1880 ein neuer jüdischer Friedhof an der Unteren Zahlbacher Straße neben dem Mainzer Hauptfriedhof angelegt. Damit lief die Nutzung des alten Friedhofes Judensand in er Mombacher Straße aus. Am Eingang des Friedhofs befindet sich eine 1948 angebrachte Gedenktafel mit der Inschrift: „Unseren Opfern zum Gedenken. Den Mördern zur Schande. Den Lebenden zur Mahnung.“ Die Gräber blieben während des NS-Regimes und der Kriegszeit...

Eingangspforte des Jüdischen Friedhofs © Dominik Ketz

Der jüdische Friedhof in Flonheim besteht aus etwa 60, in Reihen aufgestellten Grabsteinen, überwiegend aus Flonheimer Sandstein. Die häufigen bogenförmigen Abschlüsse haben Reliefs, z. B. neugotisch mit Maßwerk und auch Levitenkanne. Daneben steht eine gebrochene Säule. Im hinteren, zuletzt belegten Abschnitt, stehen einige Stelen aus Schwarz-Schwedisch, einem Naturstein.

Ehemalige Synagoge © Foto: Christian Schweizer

1855 erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau der Synagoge, welche die Ortsgemeinde im Jahr 1900 zur Nutzung als Kindergarten erworben hat. Nur bis zum Jahr 1874 diente die Synagoge als Kirche. Danach ging das Gebäude in den Besitz der evangelischen Kirchengemeinde über, die es ursprünglich abreißen wollte, um hier ein Gemeindehaus zu erbauen. Auf Grund des Einspruches der staatlichen Denkmalpflege kam es jedoch nicht dazu. Noch heute wird die Synagoge als evangelisches Gemeindehaus verwendet.   

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