Grauburgunder Trauben, © Udo Diel© Udo Diel

Oktober 2021

Rheinhessen im Finale der Weinlese

Spannend war sie bisher und ist sie immer noch - die Weinlese dieses Jahrgangs. Sie begann nach dem Cool-Climate-Sommer gut 2 Wochen später als in den vergangenen Jahren, das war aber keine Überraschung. Dann musste es bei einigen roten Sorten ganz schnell gehen, hier war die Ernte ein Spagat zwischen Traubengesundheit und Traubenreife, oft im Wettlauf mit der von den roten Trauben magisch angezogenen Kirschessigfliege.

Viele Winzer haben jedoch anschließend auf die Bremse getreten, wenn hohe Weinsäuregehalte bei zugleich verhaltenen Mostgewichte gerade bei den später reifenden Sorten angezeigt haben, dass die Trauben noch ein paar Tage länger Zeit benötigen.

Anfang Oktober wurden nach den Burgundersorten die ersten Rieslingtrauben gelesen oder zumindest vorgelesen. Diese Vorlese ist sinnvoll, um die noch gesunden Trauben weiter reifen zu lassen. Beim Spätburgunder war leider oft nur noch eine Rosé-Bereitung möglich, da die Beerenhäute innerhalb von nur wenigen Tagen stark Botrytis befallen wurden, was für das Mostgewicht zwar förderlich war, die Trauben aber für die Rotweinbereitung weniger geeignet machte. Inzwischen war auch die Reife bei frühen Sorten soweit fortgeschritten, dass erste Trauben mit Edelfäule zur Bereitung von Süßweinen gelesen werden konnten.

Die großen Kellereien gingen in diesem Jahr auf Nummer sicher und die Winzer lieferten exakt nach Leseplan zumeist kerngesunde Trauben ab. In diesen großen Dimensionen und der generalstabsmäßigen Planung ist auch das Pokern um das letzte Quäntchen Aroma und den Tick Säureabbau nicht möglich. Die selbstvermarktenden Weingüter können in dieser Hinsicht noch den einen oder anderen Trumpf ausspielen.

Die Erntemengen spiegelten den schon beschworenen „neidischen Herbst“ wider, die Reben hatten aber in vielen Fällen auch richtig gute Erträge. Gerade der Riesling sorgte hier für einige Überraschungen im Lesegutbehälter. Die Qualität des Jahrgangs 2021 sollte man derzeit nicht auf die Analysedaten reduzieren. Und dieses Jahr können die Kellermeister mal wieder zeigen, was sie draufhaben. Die produzierte Rotweinmenge wird zugunsten von Roséweinen dieses Jahr etwas kleiner ausfallen. Bei den Weißweinen sorgen die moderaten Oechslegrade und die kräftigen Weinsäurewerte auf jeden Fall für frische, fruchtige Weine mit gutem Lagerpotential.

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55232 Alzey

Tel: (0049) 6731 951074 18
E-Mail: udo.diel@rheinhessenwein.de

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