Reife Trauben bei der Weinlese, © DWI© DWI

Zunächst die Fakten: Die Winzerinnen und Winzer in Rheinhessen haben nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes im Herbst 2019 eine Ernte von 2,3 Mio. hl Weinmost eingebracht. Das sind knapp 20% weniger als im Jahr zuvor und knapp 6% weniger als im langjährigen Durchschnitt. Die Erträge sind je nach Standort sehr unterschiedlich ausgefallen. Insbesondere Riesling und Grauburgunder -wichtige „Dreher“ in den Weißwein-Regalen des Handels- liegen in den Erträgen unter 80 hl/ha.

Auch wenn nicht alle Fässer voll geworden sind, haben die Winzerinnen und Winzer dennoch Erntedank gefeiert. Aus gutem Grund, denn die Ernte 2019 hat durch die Bank sehr gute Qualitäten gebracht. Auch die Verbraucher haben allen Grund zur Freude, da die Weine im Vergleich zum Vorjahr etwas leichter sind und mit ihrer betonten Frische begeistern.

Das Weinjahr 2019 begann mit einem frühen Austrieb. Der Kälteeinbruch im Mai bremste diese Entwicklung stark ab. Dann kam der Sommer mit aller Macht: Ein Sommer zum fröhlichen feiern, der zugleich aber eine enorme Herausforderung für die Reben darstellte. Die Wasserversorgung war 2019 ein entscheidender Parameter in der Entwicklung der Reben und Trauben. So gab es in traditionellen Hanglagen oftmals Trockenstress, während sich die Weinstöcke bei tiefgründigen Böden und in sogenannten späten Lagen häufig „bilderbuchmäßig“ gezeigt haben. Der segensreiche Entlastungs-Regen ging dann im Juli über Rheinhessen nieder.

Das Jahr 2019 war wieder ein Weinjahr der voreiligen Prophezeiungen: Was in den ominösen 100 Tagen zwischen dem Abschluss der Blüte und dem Beginn der Lese passieren kann, bleibt ein großes Abenteuer und bietet immer wieder genügend Stoff, um selbst noch so plausible Prognosen der Experten zu pulverisieren. Die Natur hatte in ihrer speziellen Inszenierung aus Sonne, Hitze, Hagel und Regen einige überraschende Akzente in den Weinbergen gesetzt und damit wieder einmal ihr ganz eigenes Drehbuch geschrieben.

Wolfgang Trautwein, Vorsitzender der Rheinhessischen Kellereien, brachte das Fazit zum Jahrgang 2019 auf den Punkt: „Es gibt wieder alles, nur von allem nicht ganz so viel.“

Das Jahr 2019 bestätigte in den rheinhessischen Weinbergen die Beobachtung der Agrarmeteorologen zum Klimawandel. Dabei steigt die Erwärmung insbesondere über die Wintermonate stärker an. Dies führt zu einem sehr frühen Austrieb mit dem Risiko der Spätfrostschäden. Die Sommermonate legen dafür immer öfter den Turbo ein – Hitzerekorde sind die Folge: Der Juni 2019 lag um 3 °C über der Norm. Dieser Spitzenwert wurde bisher nur vom Jahr 2003 übertroffen. Der Juli 2019 lag ebenfalls deutlich über dem Schnitt der Jahre. Folge dieser extremen Strahlungen und Hitzetage sind massive Sonnenbrandschäden an den Trauben – ein Phänomen, das insbesondere 2019 sehr auffällig war.

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