Winzersekt Korken

Alles, was man über Winzersekt wissen sollte. 

Zur Feier des Tages eine Runde Sekt – aber was steckt eigentlich alles dahinter? Rund um den Winzersekt gibt es viele interessante Fakten, mit denen man auch beim Small Talk glänzen kann. 

Zum Beispiel die Geschwindigkeit des Sektkorkens - hättest du´s gewusst? Ein Sektkorken schießt wegen des Drucks mit etwa 11 Metern pro Sekunde aus der Flasche – das entspricht 39,6 km/h und ist ziemlich genau die Geschwindigkeit, die auch ein rennendes Nashorn entwickelt. Kein Wunder also, dass der Sektkorken in einer 30 km/h-Zone geblitzt würde. Der Druck beträgt bei Zimmertemperatur bereits 7 bar und kann bei Erwärmung leicht auf 15 bar ansteigen, weshalb man Winzersekt immer schön kühl halten sollte. Viele Mythen und Fun Facts über Sekt erklären sich ganz einfach, wenn man sich den Herstellungsprozess einmal genauer ansieht.  

Sekt HerstellungSektflasche

 

Ein prickelnder Prozess: So wird Winzersekt hergestellt  

Wie kommen die feinen Bläschen in den Sekt und warum muss der Korken mit Draht gehalten werden?  Die Kurzfassung: Damit Sekt entstehen kann, muss der Grundwein ein zweites Mal gären. Dazu wird der Wein in die klassischen Sektflaschen gefüllt, ein "Tiragelikör" (eine Mischung aus Reservewein, Zucker und besonderen Hefen) zugesetzt und die Flasche mit einem metallischen Kronkorken luftdicht verschlossen. Bei der folgenden Gärung entsteht neben Alkohol auch CO2 - dieses Gas zeigt sich nach fertiger Gärung in Millionen von feinsten Bläschen und erzeugt ordentlich Druck, der durch die besondere Form der Flasche und durch den Kronkorken aufgefangen wird. Damit sich die Hefe nach getaner Arbeit im Flaschenhals absetzen kann, werden die Flaschen immer wieder gedreht und gerüttelt. Der Sekt wird schließlich degorgiert, also von der Hefe getrennt. Mit viel Druck schießt dabei der Hefepfropfen aus der Flasche. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen erhält jede Flasche Sekt eine sogenannte Versanddosage, mit der jeder Sektmacher dem Winzersekt einen ganz eigenen Fingerabdruck mit auf den Weg gibt und den aufwändigen, handwerklichen Werdegang des Sektes geschmacklich abgerundet. Von "brut" bis "halbtrocken" reicht der weite Geschmackkorridor der Winzersekte. Allein bei einer "Zero-Dosage" gilt das Versprechen, dass die Flasche nach dem Degorgieren mit demselben Sekt aufgefüllt werden.​ Die Flaschen werden zu guter Letzt mit einem Naturkorken verschlossen, der aufgrund des großen Drucks in der Flasche zusätzlich mit einem Metallkörbchen (Agraffe) gesichert wird.

 

Wie unterscheidet sich Sekt von Champagner?

Prinzipiell kann man aus jeder Rebsorte einen Winzersekt produzieren. Der Geschmacksvielfalt beim Winzersekt sind wenige Grenzen gesetzt. Die Wahl der Rebsorte für Winzersekt bleibt am Ende eine Stil- und Geschmacksfrage. Aufsteiger der letzten Jahre sind bei uns die Winzersekte aus den Burgunder-Sorten. ​Steht "Winzersekt" auf dem Etikett, so steht dieser Begrif als Synonym für einen Herkunfts-, Jahrgangs- und Rebsortensekt aus einem der deutschen Weinbaugebiete, der nach der Methode der traditionellen Flaschengärung hergestellt wurde.

Diese traditionelle Flaschengärung wird im Vorlksmund oft salopp als "Champagnerverfahren" bezeichnet. "Champagne" ist allerdings eine EU-geschützte Herkunftsangabe und darf nur für einen Sekt verwendet werden, der auch tatsächlich in der französischen Weinbauregion Champagne hergestellt wird. Erfinder der Methode war der Bruder Perignon, der vor über 300 Jahren dort in einem Benediktinerkloster lebte. In der Champagne werden hauptsächlich drei Rebsorten abgebaut: Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir. Champagner muss nach der zweiten Gärung mindestens 12 Monate lagern, bis er von der Hefe getrennt wird und seine Versanddosage erhält. 

SektRüttelpult

Das Herstellungs-Verfahren der Winzersekte wird "traditionelle Flaschengärung" genannt - diese klassische Methode steht in Deutschland stellvertretend für beste Sekt-Qualitäten. Die traditionelle Flaschengärung gilt in den Hochburgen der europäischen Sektkultur als Dreh- und Angelpunkt einer aufwändigen Handwerkskunst.
Mit feinen Unterschieden zwischen unseren Mitstreitern in Frankreich, in Italien oder in Spanien. Was allen gleich ist, ist das Bewusstsein für herkunftsgeprägte Sekte. Dazu das Bekenntnis zu akribischer Arbeit. Und nicht zuletzt ein Urvertrauen in die Zeit - dem entscheidenden "Produktionsfaktor", wenn Millionen eigensinniger Bläschen zu einem zauberhaften Genusswerk zusammenfinden sollen.

Sekt HerstellungRüttelpult

Raumland

"KEINE HALBEN FLASCHEN"

Sekt-Geschichten

In unserem Podcast “KEINE HALBEN FLASCHEN” sprechen zwei führende Sektmacher über die neue Sektkultur in Rheinhessen und die Perspektiven ihrer Handwerkskunst.  Marie-Luise Raumland (Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim) und Tim Weißbach (Strauch Sektmanufaktur, Osthofen) packen aus.​..
 

Hier gehts zum Podcast

Winzersekt aus Rheinhessen 

Inspiriert vom Erfolg des Champagners begannen auch die rheinhessischen Winzer, aus ihren heimischen Weinen Sekt zu erzeugen. Schon Ende des 18. Jahrhunderts gelang es Peter Gimbel, Kellermeister des Mainzer Kurfürsten,  das prickelnde Geschmackserlebnis auch auf deutschem Boden herzustellen. Wegweisend war später die Erzeugergemeinschaft Winzersekt Sprendlingen, die 1981 gegründet wurde. Seit 1987 sind die Herstellung und Bezeichnung von Winzersekten gesetzlich geregelt. So muss der Grundwein aus dem eigenen Weingut stammen. Winzersekt ist stets ein Rebsorten- und Jahrgangssekt. Die Winzersekte werden immer im Verfahren der traditionellen Flaschengärung hergestellt. Etwa 200 Sekterzeuger, die ihre Sekte unter dem Namen des Anbaugebietes Rheinhessen auf den Markt bringen, sind zurzeit offiziell registriert.

Winzersekt Winzersekt

Neugierig auf unseren rheinhessischen Winzersekt? 

Hier geht‘s zur Erzeugergemeinschaft Winzersekt Sprendlingen: https://www.winzersekt.com
Hier geht‘s zu unseren Winzern mit Sektangebot:
https://www.rheinhessen.de/winzerdatenbank/0?form=findWinegrowers_rheinhessen&characteristic%5B0%5D=17

Sekt und Kulinarik – so passt´s!    

Empfiehlt sich Sekt nicht nur als Aperitif - passt er auch als Getränk zu leckeren Gerichten?​

Dass man Sekt nur vorab genießen kann, ist ein Gerücht. Denn die Spritzigkeit im Sekt hebt Aromen auf besondere Weise hervor – idealerweise sogar, wenn er aus einem Weinglas getrunken wird. So gibt es Speisen, mit denen Sekt weniger gut, aber manchmal auch besonders gut harmoniert, z.B. überraschenderweise Sushi. Allgemein passen trockene bis herbe Sekte eher zu salzigen und pikanten Gerichten, während Sekte mit mehr Süße zusammen mit Desserts, auch mit Schokolade, ein überraschendes Genusserlebnis bieten. Und mit knackigen Salaten und pikanten Snacks geht Sekt einfach immer.

Kartoffel-Crostini und Ziegenkäse-Tartelettes  mit Balsamico-Zwiebeln und Pastinakenchips

Kartoffel-Crostini und Ziegenkäse-Tartelettes mit Balsamico-Zwiebeln und Pastinakenchips

Dazu eine prickelnden Sektempfehlung

Weihnachten und Silvester mit dem Jahreswechsel stehen von der Tür. Darum gibt es von uns heute einige kleine, aber besonderes Snackideen für die besonderen Abende mit Freunden und der Familie. Dazu darf auf keinenfall ein besonderer Tropfen im Glas fehlen. In diesem Fall gleichzeitig etwas prickelndes.

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Kontaktinformationen:

Rheinhessenwein e.V.

Otto-Lilienthal-Straße 4

55232 Alzey

Tel: 06731 89328 0
E-Mail: info@rheinhessenwein.de

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