



Der außergewöhnlich steile Staffelgiebel dieses ehemaligen Zehnthofes stammt noch aus gotischer Zeit. Einen bedeutenden Umbau erlebte das Anwesen 1612. In dieser Zeit entstand unter anderem auch der aufwendige Renaissance-Torbogen aus Diamantquadern. Die Verbindung zum Kloster Hersfeld (bis 1392) geht urkundlich zurück auf eine Schenkung Karls des Großen. Von allen Begüterungen der späteren Abtei des Hauses Hessen-Kassel hat sich der Besitz in Ober-Ingelheim am längsten erhalten – dem Wein…

Die katholische Martinskirche mitten im Ort wurde 1790 als Saalbau von den Grafen von Eltz errichtet. Sie beherbergt wertvolle Schnitzereien, einen barocken Hochaltar mit dem Heiligen Martin, einen Taufstein aus dem 18. Jahrhundert sowie weitere Heiligenfiguren.

Der Wartbergturm wurde 1420 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Er ist das Wahrzeichen Alzeys und diente über Jahrhunderte für militärische Zwecke. Bei einem Bombenangriff am 08.01.1945 wurde der Turm zerstört, die Stadt aber blieb fast vollständig vor Bombenschäden bewahrt, da die feindlichen Bomber durch einen Navigationsfehler fast ihre gesamte Bombenlast um den Wartbergturm abluden. Heute wird der Wartbergturm von den Alzeyern als Retter der Stadt bezeichnet. Nach 1945 wurde dann eine Rekonstruktion…

Ob von der A63, der Pariser Straße (L401) oder der B420 in Richtung Nierstein – die evangelische Bergkirche ist aus vielen Richtungen weithin sichtbar und liegt eindrucksvoll inmitten der Weinberge. Der Bau orientiert sich am Stil einer romanischen Basilika und vereint verschiedene architektonische Epochen: einen quadratischen romanischen Turm, ein gotisches Kirchenschiff sowie einen spätgotischen Altarraum. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert wurde der hohe Chor mit spitzbogigen Maßwerkfenstern und Sterngewölben…

Die heutige ehemalige Laurentiuskirche wurde 1152 als „Wehrkirche“ erwähnt. Es war eine romanische dreischiffige Pfeilerbasilika. Offensichtlich gab es bereits im 8. Jahrhundert schon eine kleinere Kirche. 1226 wurde das Gotteshaus spätgotisch umgebaut. Das Langhaus stammt aus dem 15. Jahrhundert, die nachgotischen Seitenschiffe Anfang 17. Jahrhunderts. Romanische Elemente im Chor, Rundbögen, Säulen und Türdurchgängen sind noch zu sehen. Sehenswert sind das riesige alte Steinkreuz mit Christusfigur…

Zur Zeit der Reformation verfügte Spiesheim über eine dem heiligen Stephanus geweihte Pfarrkirche, die der reformierten Gemeinde bis 1706 als Gotteshaus diente. Infolge der Pfälzer Kirchenteilung verlor die Gemeinde ihre Kirche und erwarb eine Scheune „Auf dem Liding“, die anschließend für Gottesdienste genutzt wurde. Erste Pläne für einen Kirchenneubau entstanden 1788, ein Jahr später begann man mit dem Fundamentbau. Finanzielle Engpässe, französische Besatzung, zwei Kriege…


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