Die Zitadelle Mainz zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Stadt und ist eine der wenigen noch erhaltenen neuzeitlichen Zitadellen Deutschlands. Auf kompakter Fläche lassen sich hier 2000 Jahre Mainzer Stadtgeschichte entdecken – vom Römischen Theater bis zur Lutherkirche des 20. Jahrhunderts.

Errichtet 1660 auf dem Jakobsberg, war die Zitadelle ein zentraler Teil der Festung Mainz. Ihre strategisch günstige Lage im Heiligen Römischen Reich verschaffte ihr historische Bedeutung, später wurde sie in das Großherzogtum Hessen eingegliedert und zur Bundesfestung ausgebaut. Trotz mehrfacher Besetzungen und der Nutzung als Schutzraum während Bombenangriffen ist sie heute eine der wenigen noch erhaltenen neuzeitlichen Zitadellen der Bundesrepublik.

Heute beheimatet die Zitadelle städtische Ämter und dient als lebendiger Kulturort. Neben dem traditionellen Zitadellenfest finden hier der Weihnachtsmarkt, zahlreiche Konzerte und Festivals statt. Die Festung bietet zudem Raum für moderne Veranstaltungsformate wie das „Open Ohr Festival“ und spricht damit Besucher aller Altersgruppen an.


Spannende Führungen – teilweise in historischen Kostümen – eröffnen Einblicke in die ober- und unterirdischen Wege der Zitadelle. Weitere Informationen und Online-Tickets finden sich unter www.zitadelle-mainz.de/fuehrungen:


Die Jahrhunderte haben ihre Spuren hinterlassen: Mauerwerk, Wälle und Gräben sind teilweise vom Pflanzenbewuchs bedroht. Seit 2004 engagiert sich die Initiative Zitadelle Mainz e.V. (IZM) für den Erhalt der Anlage. Der gemeinnützige, unabhängige Verein setzt sich für eine naturverträgliche Restaurierung der Mauern, die behutsame Erschließung des Zitadellengrabens unter Berücksichtigung von Denkmal- und Naturschutz sowie die weitere kulturelle Nutzung der Festung ein.

Zitadelle Mainz Außenansicht
Zitadelle Mainz Eingang
Zitadelle Mainz