Regenwurm

So wird durch die Einsaat von Blühmischungen oder Leguminosen der Boden vor Erosion geschützt und beschattet. Gleichzeitig trägt die organische Masse zur Humusbildung bei, der den Nährboden für zahlreiche Mikroorganismen und Lebewesen darstellt. Wichtige Lebewesen im Boden sind die Bodenbakterien, aber auch Regenwürmer und verschiedenste Insekten. Dabei geht es immer mehr darum, den Boden zu schützen, den Humusgehalt anzureichern und die regionaltypische Flora und Fauna zu fördern.

Regenwürmer leisten im Boden Schwerstarbeit. Metertief durchgraben sie manche Böden, bis zum 60-fachen ihres Eigengewichtes können sie dabei verschieben. 
Bodenbestandteile und organisches Material der Streuschicht werden als Nahrung aufgenommen und dann als besonders humusreiche Kothäufchen wieder ausgeschieden.

Regenwürmer belüften die Böden, verbessern die Wasserhaltefähigkeit und die Bodenstruktur, erleichtern den Wurzeln ein tieferes Eindringen in den Boden und damit den Pflanzen die Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen. In Schwerstarbeit durchmischen sie die Bodenteilchen und tragen zur Bildung von wertvollen Ton-Humus-Komplexen bei, die Nährstoffe im Boden speichern und auch vor Auswaschung schützen.

Bodenbakterien leben vor allem in den von Pflanzen durchwurzelten Bereich des Bodens, der sogenannten Rhizosphäre und haben verschiedene Eigenschaften.

Die Zersetzer stellen eine Gruppe von Bodenbakterien dar, die für den charakteristischen "erdigen" Geruch des Bodens verantwortlich sind. Sie können selbst nur sehr schwer abbaubare Bestandteile der anfallenden Streu zersetzen, wobei sie vor allem in basischen Böden aktiv sind. Daneben konsumieren sie auch einfache Kohlenstoffverbindungen, die Pflanzen über ihre Wurzeln ausscheiden. Einige Zersetzer sind auch in der Lage, Pestizide und Schadstoffe zu zersetzen. Vor allem aber sind ihre Zellen ein lebendiges "Nährstofflager", zum Beispiel für Stickstoff, der somit dem Wurzelraum erhalten bleibt.

Andere Bakterien haben im Laufe ihrer langen Entwicklung Partnerschaften mit den Pflanzen entwickelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Symbiose zwischen Knöllchenbakterien und Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosen).

Angelockt durch Wurzelausscheidungen dringen die Bakterien in die Wurzeln ein, und leben hier dann in speziellen Verdickungen, den sogenannten Knöllchen. Die Bakterien sind in der Lage, den in der Luft enthaltenen Stickstoff in eine pflanzenverfügbare Form umzuwandeln. Leguminosen werden daher in der Landwirtschaft gern als Gründünger eingesetzt.

So funktioniert die Symbiose zwischen Partnern verschiedener Arten und zeigt, warum es eine Artenvielfalt in den Weinbergsböden braucht. Diese zu fördern ist das Ziel der Bodenpflegemaßnahmen. Dann können darauf charakterstarke Weine wachsen.

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Otto-Lilienthal-Straße 4

55232 Alzey

Tel: (0049) 6731 951074 13
E-Mail: sonja.ostermayer@rheinhessenwein.de

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