Staatliche Weinbaudomäne Oppenheim_Kellermeister Eller, © Joerg Halisch© Joerg Halisch

Staatliche Weinbaudomäne Oppenheim

Die Weinbaudomäne Oppenheim wurde im Jahr 1895 von Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein gegründet. Von allen Staatsweingütern in Rheinland- Pfalz gehört sie als einzige dem Verband der Prädikatsweingüter (VDP) an. 23 Hektar Weinberge zählen heute zum Besitz des Domänenbetriebs. Darunter viele in den Spitzenlagen der Rheinterrasse: Oppenheimer Herrenberg, Oppenheimer Sackträger und Niersteiner Glöck (im Alleinbesitz). Im Keller hat Thorsten Eller seit zwei Jahren die Regie als Kellermeister übernommen. In seiner Verantwortung liegt es, die Feinheiten der bekannten Oppenheimer Weinbergslagen herauszuarbeiten.

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Staatliche Weinbaudomäne Oppenheim_Kellermeister Eller

Über uns

  • Rebfläche 23 Hektar
  • Winzersekt
  • Maxime Herkunft Rheinhessen
  • VDP
  • Selection Rheinhessen

Kontaktinformationen:

Staatliche Weinbaudomäne Oppenheim
Michael Lipps
Wormser Straße 162 55276 Oppenheim

Bearbeitete Weinlagen

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Oppenheimer Herrenberg

Oppenheimer Herrenberg

Herrlich, dieser Herrenberg

Oberhalb von Oppenheim, beginnend an der Burg Landskron, zieht sich die Einzellage gegen Süd-Südosten am Hang entlang. Tatsächlich sind bei der Namensgebung Herren gemeint. Also nicht nur im heutigen Sprachgebrauch „feine Männer“, sondern Herrscher. Man ist sich nicht ganz sicher, ob damit geistliche oder weltliche Herren gemeint waren, vermutet aber die Herren von Dalberg als Namensgeber. Sie waren eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter im mittelalterlichen Oppenheim. Der Herrenberg ist durchsetzt mit Kalksteinen, ein tiefgründiger und karger Boden vor allem für weiße Rebsorten, wie Riesling, Grauer und Weißer Burgunder sowie Silvaner. Die Trauben reifen langsam und zeigen ein großes Reifepotential. Die Weine sind sehr mineralisch. Es empfiehlt sich ein Besuch der Ruine Landskron, der prächtigen Katharinenkirche und der Innenstadt. Oppenheim beherbergt das Deutsche Weinbaumuseum.

Übrigens: Die Weinlage „Am Krötenbrunnen“ hat die Stadt Oppenheim einst sehr berühmt gemacht. Heute existiert dieser Lagennamen aufgrund der Flurbereinigung nicht mehr. Aber der Krötenbrunnen ist eigentlich auch keine Weinlage, sondern ein altes Wassersystem. Der Stollen, der 30 Meter in den Berg führt, ist seit vielen Jahren stillgelegt. Aber ruht auch heute noch inmitten der Lage „Oppenheimer Herrenberg“.

> Übersicht der Sehenswürdigkeiten in und um Oppenheim: https://www.stadt-oppenheim.de/sehen/
> Link zum Deutschen Weinbaumuseum: https://www.dwm-content.de/
> Der Rheinterrassenweg führt mitten durch die Einzellage https://www.rheinhessen.de/etappenvorschlaege/rheinterrassenweg-etappe-guntersblum-ludwigshoehe-dienheim-oppenheim
> Zur Flurnamenentwicklung „Am Krötenbrunnen“: https://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/oppenheim/einzelaspekte/flurnamen.html
> Rheinhessen-Blog: https://blog.rheinhessen.de/kirchenfuehrung-katharinenkirche-oppenheim-magdalena-schaeffer/

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Niersteiner Glöck

Niersteiner Glöck

Höhepunkt der Weinkultur – mit Glockengeläut

Sie ist die älteste urkundlich erwähnte Lage Deutschlands: Dies belegt eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 742. Seinen Namen trägt der Weinberg von der Kilianskirche und ihren Glocken – ob es allerdings vom Geläut her stammt, oder weil der Kirchenglöckner mit dem Wein aus der Lage bezahlt wurde, ist unklar. Die Kilianskirche ist noch heute von den Weinbergen dieser Lage umschlossen. Eine Jahrhunderte alte Weinbergsmauer umschließt die Lage, von Mönchen im Mittelalter erbaut. Die Einzellage befindet sich im Alleinbesitz der Staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim. Auf dem Löss-Lehm-Boden wachsen traditionell 2/3 Riesling und 1/3 Spätburgunder. Die Rieslinge sind sehr fruchtig und verfügen über ein hohes Alterungspotential.

> Infos zu den Höhepunkten der Weinkultur: https://www.deutscheweine.de/tourismus/hoehepunkte-der-weinkultur/hoehepunkte-der-weinkultur-detailseite/highlight/niersteiner-gloeck-aelteste-weinbergslage-deutschlands/
> Infos zu den Niersteiner Wanderwegen, zum Beispiel Rheinterrassenroute: https://www.nierstein.de/wein-tourismus-kultur/weinfreunde-wanderer/
> Wanderweg mit 12 Stationen, Start an der Kilianskirche: https://roter-hang.de/weinerlebnis/start/
> Zu den anderen Lagen in Nierstein am Roten Hang, zum Beispiel Kranzberg oder Ölberg.  
> Weinevents, Winzer und mehr: https://roter-hang.de/
> Rheinhessenblog: https://blog.rheinhessen.de/herbstwandern-bei-nierstein-weinberge-mit-aussicht/

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Oppenheimer Sackträger

Oppenheimer Sackträger

Waren vom Fluss zur Stadt tragen

Gilde und Zünfte sind Vereinigungen von Handwerkern oder Kaufleute und hatten im Mittelalter große Bedeutung. In Oppenheim gab es die Gilde der Sackträger. Heute wurde man sie Transporteure oder Logistiker nennen. Diese trugen einst die Schiffswaren vom Rhein nach Oppenheim, denn die Stadt liegt erhöht. Sicher wurden viel Waren danach in den Kellerlabyrinthen gelagert, die noch heute zu besichtigen sind. Die Einzellage wurde 1475 "hinder dem sacktreger thorne" erwähnt. Im Untergrund des Bodens liegen stark verwitterte Kalksteine. Reben, wie Riesling, Silvaner oder Gewürztraminer, aber auch Spätburgunder fühlen sich in der warmen, windgeschützten Lage wohl.

> Entdecke die unterirdische Stadt Oppenheim: https://www.rheinhessen.de/a-oppenheimer-kellerlabyrinth
> Regionalgeschichte der Stadt Oppenheim: https://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/oppenheim.html
> Zur Flurnamen-Entwicklung: https://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/oppenheim/einzelaspekte/flurnamen.html
> Direkt an der Lage wird der Winzernachwuchs ausgebildet: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum. 

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Nackenheimer Rothenberg

Nackenheimer Rothenberg

Wo der „Rote Hang“ am rötesten ist

Es ist die nördlichste und eine der steilsten Lage im „Roten Hang“ und grenzt direkt an die Gemeinde Nackenheim. Der „Rote Hang“ trägt seinen Namen von der geologischen Formation „Rotliegendem“. Ein roter Boden, gefärbt durch eisenhaltigen Tonschiefer. Womöglich hat der Rothenberg seinen Namen vom Rotliegenden. Hier soll der Boden gar am rötesten sein. Eine andere Deutung würde auf ein altes Rodungsgebiet verweisen. Die Lage wurde bereits 1364 mit dem Namen "in dem Rode" urkundlich erwähnt. Von hier stammen vor allem einzigartige Rieslinge, aber auch Silvaner. Die Nackenheimer Bergkapelle ist weithin sichtbar. Unten fließt der Rhein, die Insel Kisselwörth schmiegt sich an die Nackenheimer Rheinseite. Wanderer und Radfahrer genießen Wege mit Panorama. Die Gemeinde Nackenheim ist bekannt von Carl Zuckmayers Lustspiel „Der fröhliche Weinberg“.

> Weinfest im fröhlichen Weinberg AUSGEZEICHNET: https://www.rheinhessen.de/e-weinfest-im-froehlichen-weinberg-ausgezeichnet-1
> Die Gemeinde lädt zu Open-Air-Weinproben in „Die alte Mistkaut“. Auch buchbar für private Veranstaltungen: https://www.nackenheim.de/og_nackenheim/Tourismus/Alte%20Mistkaut/
> Infos zu Carl Zuckmayer „Fröhlicher Weinberg“: https://www.nackenheim.de/og_nackenheim/Kultur/Carl%20Zuckmayer/Urauff%C3%BChrung%20%22Der%20fr%C3%B6hliche%20Weinberg%22/
> Für Wanderer: Rheinterrassenweg https://www.rheinhessen.de/rheinterrassenweg-etappe-oppenheim-nierstein-nackenheim-bodenheim

> Für Radfahrer: Amiche-Radweg https://www.rheinhessen.de/radrouten-rheinhessen/amiche-radweg
> Rheinhessen-Blog: https://blog.rheinhessen.de/rheinterrassenweg-carl-zuckmayer-nackenheim/

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Niersteiner Ölberg

Niersteiner Ölberg

Biblischer Bezug, Ölmühle oder ölig anmutende Rieslinge?

Heißt die Einzellage so, weil hier einst eine Ölmühle stand? Oder hat der Ölberg seinen Namen wegen der öligen Konsistenz der hier entstehenden Weine erhalten? Oder besitzt die Lage biblische Bezüge, benannt nach einem Kloster? Alles wäre denkbar. Die Einzellage gehört noch zum „Roten Hang“, wendet sich aber vom Rhein ab und ist Süd-Südost-orientiert, oberhalb von Nierstein gelegen. Teilweise sehr steil mit bis zu 120 Prozent Steigung. Auch hier wiederum Rotliegendes, der eisenoxidhaltige, und landschaftsprägende rot leuchtende Tonschiefer. Die bestimmende Rebsorte ist der Riesling. Inmitten der Lage: der Wartturm, ein Niersteiner Wahrzeichen. Einst ein mittelalterlicher Signalturm aus dem 12. Jahrhundert.

> Entdecke die Einzellage mit dem Rad: https://www.rheinhessen.de/amiche-radweg

> Infos zum Niersteiner Wartturm: https://www.rheinhessen.de/a-wartturm-von-nierstein
> Weinevents, Winzer und mehr: https://roter-hang.de/
 

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