Im Jahr 2000 wurden Überreste eines Tempels entdeckt, der der altägyptischen Göttin Isis und der orientalischen Mater Magna geweiht war und vermutlich bis ins 3. Jahrhundert genutzt wurde. Damit eröffnete sich ein faszinierender Einblick in die religiösen Praktiken der römischen Antike.

Besonders beeindruckend sind die über 300 Öllämpchen, die rund um den Tempel gefunden wurden, sowie die zahlreichen Opfergaben: Früchte wie Datteln und Feigen, Pinienkerne und Getreidekörner, die auf den Altären verbrannt wurden, sowie Tieropfer, belegt durch zahllose Hühnerknochen. Unter den geborgenen Statuetten finden sich ein eng umschlungenes Liebespaar, eine Venus, ein Stier mit Opferband und ein bronzener Merkur mit Geldsack.

Die Fundamente des römischen Heiligtums wurden während Aushubarbeiten für eine Einkaufspassage freigelegt. Mauern, Steine und Artefakte lagerten drei Jahre lang sorgfältig ein, bevor der Tempel 2003 im Präsentationsraum der „Taberna archaeologica“ an seinem Fundort wieder aufgebaut wurde.

Heute können Besucher bei einem Rundgang in die Welt des kultischen Roms eintauchen und das Heiligtum in einer eindrucksvollen, multisensorischen Inszenierung erleben. Die Präsentation wird von der Initiative Römisches Mainz (IRM) betreut.

Isis- und Mater Magna-Heiligtum © (C) Landeshauptstadt Mainz
Ausgrabungsstätte

Öffnungszeiten

01.12.2020 bis 31.12.2029

Montag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
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