Das Bad Kreuznacher Puppentheatermuseum präsentiert eine faszinierende Dauerausstellung zur Puppentheaterkultur weltweit und in Deutschland. Besucher erleben die Geschichte der Augsburger Puppenkiste und des Salzburger Marionettentheaters hautnah, von der Schnitzwerkstatt bis zum fertigen Holzkopf. Die UNESCO-anerkannten Puppenspieltraditionen von chinesischen Schattenfiguren bis zu Rittermarionetten Siziliens sind zu sehen und bei 55 (!) Mitmachstationen ist in der Ausstellung SELBERTUN, MITSPIELEN oder LAUSCHEN erlaubt.
Das PuK-Museum erhält 2025 – nach den weltberühmten Salzburger Marionetten und dem bayerischen Kabarettisten Gerhart Polt – den Franz von Pocci-Preis verliehen.
Ab Herbst 2025 lockt zusätzlich die Sonderausstellung „Geschnitzt – Geformt –Gestaltet“ über das Werk des 1954 geborenen Hamburger Figurenbaumeisters Jürgen Maaßen (1973 – 1981 Student der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf).
Jürgen Maaßen mag seine Mitmenschen trotz – oder wegen – ihrer Schwächen. Das hat zur Folge, dass sich manch schmunzelnde Beobachtungen aus dem „echten“ Leben meisterlich bei seinen Figuren wiederfinden: Schönheit, Eitelkeit, Anmut, Provinzlerisches, Humoreskes, Charme, in sich Gekehrtes oder Herausdrängendes.
Dabei ist Naturalismus Maaßens Sache nicht, auch wenn er ihn gegebenenfalls beherrscht. Vielmehr interessiert ihn eine spannungsvolle Abwägung von Vereinfachung und Übertreibung der Form, wobei auch die Übertreibung nicht übertrieben wird – damit glaubwürdige Bühnengeschöpfe entstehen. Die Sonderausstellung beweist dies mit Werken aus fünf Jahrzehnten Schaffenskraft für die Puppenbühnen der Republik.
Das Bad Kreuznacher Puppentheatermuseum ist täglich (außer montags) eine museale Entdeckungsreise mit Erlebnischarakter: Schauen, Hören, Erinnern und Mitspielen.




