Von der um 1330 für die Antoniter errichteten Kirche ist vor allem der eindrucksvolle Chor erhalten. Die Kirche zählt – neben der Karmeliter- und der Reichklarenkirche – zu den drei erhaltenen gotischen Klosterkirchen in Mainz. Von 1620 bis zur Säkularisation 1802 diente sie den Armen Klarissen.
Im einschiffigen Chor hat sich ein vollständiger Malereizyklus aus der Bauzeit erhalten – der einzige dieser Art in Mainz. Die 1948 freigelegten Malereien wurden ergänzt, sodass das einheitliche Gesamtbild den ursprünglichen Raumeindruck gut vermittelt. In den Gewölbefeldern sind filigrane Maßwerklinien zu sehen, zwischen denen verschiedene Heilige dargestellt sind. Im Chorscheitel thront Christus, flankiert von Maria und Johannes dem Täufer (Deesis).
