Synagoge Worms, © Bernward Bertram© Bernward Bertram
Synagoge Worms Außenansicht, © Bernward Bertram© Bernward Bertram

Worms, hebräisch Warmaisa, war seit dem 11. Jh. eine blühende jüdische Gemeinde. Zwischen Martins- und Judenpforte erstreckt sich das wohlerhaltene und restaurierte ehemalige jüdische Wohnviertel. Mittelpunkt des ehemaligen Judenviertels war und ist die Synagoge mit ihrem Ritualbad (Mikwe). Der erste Bau (älteste Steinsynagoge Deutschlands, 1034) fiel den Kreuzzügen des 11./12. Jahrhunderts zum Opfer. 1174/75 wurde ein Neubau errichtet. In der Pogromnacht 1938 niedergebrannt, wurde die Synagoge 1961 unter Verwendung zahlreicher orginaler Bauteile wieder aufgebaut.

Zusätzliches Angebot: Digitale Führung zum jüdischen Worms

Die Städte Speyer, Worms und Mainz wurden für ihre SchUM Stätten mit dem UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet.Der Begriff SchUM ist aus den Anfangsbuchstaben der hebräischen Städtenamen zusammengesetzt- Schpira (Speyer), Warmaisa (Worms) und Magenza (Mainz).

Die drei jüdischen Gemeinden in den Städten Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter den einzigartigen Verbund „SchUM“. Sie werden in hebräischen Quellen seit dem 12. Jahrhundert solchermaßen bezeichnet. Die herausragenden mittelalterlichen Gemeindezentren, Monumente und Friedhöfe in Speyer, Worms und Mainz sind innovativ und vorbildgebend. Sie berichten von jüdischer Identität, Religion, Gelehrsamkeit und Resilienz. Von Verwurzelung und Brüchen, von Zerstörung und Neubeginn.

Synagoge Worms Außenansicht © Bernward Bertram
Synagoge Worms © Bernward Bertram