Orgelkonzert in der Katharinenkirche
Oppenheim
am 20.09.2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr
Oppenheim
am 20.09.2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr
Die Prophetin spricht
Wenn die große Woehl-Orgel der Oppenheimer Katharinenkirche in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag feiert, dann darf Einer nicht fehlen: Der schwedische Organist Hans-Ola Ericsson.
Er hatte beim Einweihungskonzert am Pfingstmontag 2006 die im schönsten Sinne pfingstlich-geisterfüllten Worte gefunden:
„Ein Traum hat sich verwirklicht – und es wurde ein großes und prophetisches Instrument geboren.“
Propheten sind von Gott gerufene Rufer. Sie sollen Missstände anprangern, aber sie haben auch die Aufgabe, Menschen zu ermutigen und ihnen Hoffnung zu machen. Welch eine große und wunderbare Aufgabe für eine Orgel!
Denn im Alten Testament waren die Propheten nicht nur zornige Mahner, die das Volk mit erhobenem Zeigefinger von Abwegen führten. Sie kannten auch andere Töne, rüttelten auf, öffneten Augen und Ohren, zeigten den Menschen Auswege aus ihrer Verzweiflung. Seit nun 20 Jahren wirkt die Woehl-Orgel in St. Katharinen ganz in diesem Sinne. Seit 20 Jahren rührt sie die Menschen an, tröstet sie, lässt zurücktreten, was bedrängt, verkündigt, lobt Gott, jubelt und zieht die Menschen – ja, durchaus auch manchmal prophetisch donnernd – in ihre schier unerschöpflichen Klangwelten. Und aufs Schönste widerlegt sie den Vorbehalt, der Prophet gelte nichts im eigenen Land, denn haben es Orgelkonzerte an anderen Orten durchaus schwer, so findet sich in der Oppenheimer Katharinenkirche dafür stets eine große Liebhaber- und Kennergemeinde zusammen.
Am Sonntag, dem 20. September um 18 Uhr kommt er, der die prophetische Begabung der Woehl-Orgel einst erkannte und benannte. Hans-Ola Ericsson wird Orgelwerke von Johannes Brahms in den Dialog treten lassen mit zeitgenössischen Werken von Robert P. Scott.
Das große Oeuvre von Brahms wird von seinen Orgelkompositionen gewissermaßen umrahmt. Stammen einige Präludien und Fugen noch aus den 1850er Jahren, in denen er intensive Kontrapunktstudien betrieb, so sind die 11 Choralvorspiele op. 122 sein letztes Werk, das 1896 in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Tod der verehrten Freundin Clara Schumann entstanden ist.
Das große Oeuvre von Brahms wird von seinen Orgelkompositionen gewissermaßen umrahmt. Stammen einige Präludien und Fugen noch aus den 1850er Jahren, in denen er intensive Kontrapunktstudien betrieb, so sind die 11 Choralvorspiele op. 122 sein letztes Werk, das 1896 in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Tod der verehrten Freundin Clara Schumann entstanden ist.
Hans-Ola Ericsson gehört zu den weltweit führenden Persönlichkeiten der Orgelmusik. Seine Karriere als Konzertorganist führte ihn auf die Emporen und Bühnen in den USA, Kanada, Japan, Südkorea, China, Skandinavien und ganz Europa. Der Fokus seines breiten Repertoires, das in einer tiefen Verwurzelung in der Musik Joahann Sebastian Bachs gründet, liegt auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine intensive Zusammenarbeit mit Komponisten wie John Cage, György Liget und Bengt Hambraeus hat seine eigene Kompositionstätigkeit wie auch seine Improvisationskunst nachhaltig beeinflusst. Vielfach ausgezeichnet und international gefeiert sind seine Einspielungen des gesamten Orgelwerks von Olivier Messiaen.
Sonntag, 20. September, 18 Uhr
Orgelkonzert
Johannes Brahms‘ Orgelwerke im Dialog mit zeitgenössischen Werken von Robert P. Scott
Orgel: Prof. Hans-Ola Ericsson, Schweden
Tickets: 18,00 € p. Pers. / ermäßigt 12,00 €
Anmeldung erforderlich:
Evangelische Kirchengemeinde Oppenheim
kirchengemeinde.oppenheim@ekhn.de
(06133) 2381