Quintett der Schutzpatrone, © KI-generiert© KI-generiert

Mai 2026

Es grünt so grün in den Weinbergen – aber ist die Zitterpartie schon vorbei?

Das erste frische Grün ist immer etwas ganz Besonderes in den Weinbergen. Es läutet den neuen Jahrgang für jedermann sichtbar ein und taucht die rheinhessischen Rebenhügel in ein ganz anderes Farbenspiel. Und dazu leuchtet in strahlendem Gelb der Löwenzahn zusammen mit den letzten rosaweißen Baumblüten um die Wette.

Die letzten Tage waren von rundum Sonnenschein geprägt, doch nachts wurde es sehr kühl. Und hier müssen die Winzer mit den Reben zittern, dass diese keine Frostschäden davontragen. Die „Eisheiligen“, also die oft kalten Nächte stehen zwar eigentlich zwischen dem 12. und 15. Mai bevor, scheinen jedoch dieses Jahr früher dran gewesen zu sein. Das Quintett der Schutzpatrone Mamertius, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der "kalten Sophie" muss trotz Klimaverschiebung noch immer über den Weinbergen wachen. Im Fall der Fälle wird in manchen Weinlagen versucht, den „himmlischen Beistand“ mit beheizbaren Drähten, Frostkerzen oder der Luftverwirbelung mit Hubschraubern zu unterstützen. Wir denken aber, dass das dieses Jahr nicht mehr notwendig sein wird.