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Historischer Stadtrundgang Ober-Ingelheim

Entdecken Sie die Geschichte des Ingelheimer Stadtteils Ober-Ingelheim auf eigene Faust oder lassen sich von einem Gästeführer die interessanten Sehenswürdigkeiten näher bringen. Der historische Rundweg erschließt die Wehranlagen der Burgkirche. Er führt aber auch zu bedeutsamen Plätzen und erzählt die Geschichten der ehemalig prächtigen Adelshöfe in diesem Stadteil. 

1. Burgkirche

Die ev. Burgkirche, inmitten eines geschlossenen Rings von Türmen und Mauern, ist die am besten erhaltene Wehrkirchenanlage im süd- und südwestdeutschen Raum. Die romantische und idyllische Lage lädt zum Verweilen ein und ist Kulisse für Feste & Feierlichkeiten.

2. Zwingerlände/Malakoffturm

Die ringsum begehbare Wehrmauer wurde größtenteils im 15. Jahrhundert errichtet. Den markantesten Punkt bildet der sog. Malakoffturm - einst die "alte Wache" mit dem einigen Meter tiefem Bodenverlies.

3. Geismar`scher Hof

Der außergewöhnlich steile Staffelgiebel dieses ehemaligen Zehnthofes stammt noch aus gotischer Zeit.Das Gebäude war von 1722 bis 1805 im Familienbesitz der Familie der Freiherrn von Geismar.

4. Barockbauten

Die heutige Straße "An der Burgkirche" zwischen Marktplatz und Burgkirche nannte sich früher "Kirchgasse". Hier blieb ein stattlicher Bestand vorwiegend barocker Bauten relativ geschlossen erhalten. 

5. Altes Rathaus Ober-Ingelheim

Die Nutzung als Rat-, anfänglich auch als Gerichtshaus für Ober-Ingelheim dauerte bis zum städtischen Zusammenschluss der drei alten Ingelheimer Dorfgemeinden 1939. 1994 erfolgte ein Umbau zum Kindergarten.

6. Uffhubtor

In der heutigen Aufhofstraße ("Uffhub") stand wahrscheinlich ein mächtiger Scheunenbau, in dem der Zehnte "aufgehoben" wurde. Am oberen Ende dieser Gasse erschloss das jüngste und zugleich auch markanteste Tor der ehemaligen Ortsbefestigung die Wegführung nach Osten Richtung Wackernheim - Mainz.

7. Altes Elektrizitätswerk

Das alte E-Werk ist ein Beleg für den wirtschaftlichen Aufschwung Ober-Ingelheims zu Beginn des 20 Jahrhunderts. Nach Stadtgründung 1939 begann die Umstellung von Gleich- auf Wechselstrom.

8. Wehrturm

Historische Karten zufolge nahm dieser runde, doppelgeschossige Wehrturm mit spitz gemauertem Steinkegeldach die südöstllichste Position der alten Ortsbefestigung ein. Der Turm stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

9. Mauerpartie mit Spitzturm

Auf nahezu ganzer Länge ist hier, parallel zur Burgunderstraße, die Befestigungsmauer zumindest ansatzweise in unterschiedlicher Höhe erhalten.

10. Stiegelgässer Tor

Dieses Tor war einst südlicher Ortsausgang Richtung Groß-Winternheim, vornehmlich zu den zahlreichen Mühlen entlang der Selz. Erhalten sind noch die das ehemalige Tor flankierenden Rundtürme mit Schießscharten.

11. Ehemalige Adelshöfe

Der untere Bereich der Stiegelgasse und die Edelgasse bildeten einen der frühen Siedlungskerne von Ober-Ingelheim. Hier konzentrierte sich eine bedeutende Zahl prominenter Adelssitze, die meist als Einhöfe mit weitläufgen Gärten bzw. Parkflächen errichtet wurden.  

12. Ohrenbrücker Tor/Kloster Engelthal

Von dem 1381 erstmals erwähnten Ohrenbrücker Tor Richtung Westerberg/Rheinweg blieben die beiden seitlichen Befestigungstürme mit ihrem Rundbogenfriesen besonders gut erhalten. Südöstlich des Tores befindet sich das im 13. Jahrhundert gegründete Zisterzienserinnenkloster "Engelthal", welches heute eine Vinothek- und ein Gastronomiebetrieb ist.

13. Bismarckturm

Der 31 m hohe Bismarckturm wurde 1907 bis 1912 vom kurz zuvor gegründeten Rheinhessischen Bismarckverein auf dem Westerberg erbaut.

14. Mauerrest

Bis etwa 1800 wurde die Altegasse (vermutlich von "Algesheimer Gasse" an der Kreuzung Heimesgasse/Zwerchweg durch das sog. mittlere Tor in zwei Abschnitte geteilt. Überreste des Tores wurden freigelegt.

15. Nahm´sche Mühle/Altegässer Tor

Das große barocke Anwesen mit dem mächtigen Mansardwalmdach repräsentiert heute eine nachweislich min. 600 Jahre umspannende Mühlengeschichte. Bin in die 1950er Jahre stand an der südlichen Hauswand ein pfeiler des "Altegässer Tors", das als Teil der Ortsbefestigung den Durchgang gewährleistete.

16. Turm

Dieser Wehrturm, genannt die Schnecke, kontrollierte die ehemalige Mauerbefestigung zwischem dem mittlern Altegässer- und dem ebenfalls niedergelegten Hammegässer Tor.

17. Turm

Weiterer erhaltener Befestigungsturm der ehemals insgesamt 16 Türme der Ortsumwehrung.

18. Altes Gymnasium

Der Neurenaissance-Bau wurde 1891 für die sogenannte "Höhere Bürgerschule" im Auftrag des Großherzogtums Hessen errichtet. Im Jahre 2012 wurde das "Alte Gymnasium" zu einem Stadtteilhaus umgebaut, mit Kindertagesstätte und Räume für Gruppen und  Vereine.

19. Rinderbachstraße

Am Ende der Rinderbachstraße stand im Mittelalter eine überdachte Doppeltoranlage. Sie regelte den Zugang von und nach Nieder-Ingelheim und führte im Verlauf direkt zum sog. kleinen Markt nahe St. Remigius.

20. Ehemaligge Spitalkapelle St. Jodokus

Die dem Heiligen Jodokus oder auch Jost geweihte Kapelle ist noch in Resten in dem Wohngebäude mit der Hausnummer 20 erhalten.

21. Seufzerpfad

Hier erscheint die alte Ortsbefestigung besonders mächtig und am besten erhalten. Der Mauer ist ein Graben vorgelagert.

22. Katholische Pfarrkirche St. Michael

Errichtet 1721 als schlichter, dreiseitg geschlossener Saalbau mit eingezogenem Chor und zierlich barockem Dachreiter. 1963/1964 wurde das Schiff nach Westen bis an den Neuweg verlängert, das ursprüngliche Eingangsportal versetzt und seitlich ein separater Glockenturm hinzugefügt.

23. Ehemaliges Amtsgericht

Vor Bau dieses neobarocken Neubaus von 1909 tagte die traditionell verwurzelte Ober-Ingelheimer Justiz im alten Rathaus am marktplatz. heute befindet sich das Anwesen im Privatbesitz.

24. Synagogenplatz

Standort der 1841 in "schön copiertem orientalischem Style" erbauten Synagoge. Am Vormittag des 10. November 1938 wurde sie im Zusammenhang mit den schrecklichen Ereignissen der Reichspogromnacht geschändet und völlig zerstört.

25. Die "Uffhub"

Die Aufhofstraße, im volksmund "Uffhub" zeiht sich vom "Uffhubtor" bis zur Stiegelgasse hinab.

 

 

 

 

Wegführung

  • Der historische Rundgang in Ober-Ingelheim startet innerhalb der Befestigungsmauern auf dem Platz vor der Burgkirche. Hier befindet sich eine einführende Informationsstele zur Geschichte der Burgkirche, sowie der Befestigungsmaßnahmen zur dessen Sicherung.
  • Wenn Sie sich nun hangabwärts auf der Straße "An der Burgkirche" bewegen, gelangen Sie, zu dem dicht bebauten Marktplatz und dem alten Rathaus der Altstadt
  • Folgen Sie nun der Straße mit dem Namen Neuweg links des Brunnens ein Stück weit, bis Sie zu Ihrer Linken die idyllische Parkanlage und das über über dieser thronende historiche Uffhubtor erspähen können. 
  • Direkt neben dieser erstaunlich gut erhaltenen Anlage der ehemaligen Ortsbefestigung befindet sich das "Alte Elektrizitätswerk", welches durch seine Jugendstil gehaltene Außenfassade besticht.
  • Halten Sie sich erneut hangabwärts und folgen Sie dem Verlauf des Hesselweg zum ehemaligen Wehrturm
  • Laufen Sie nun die Burgunderstraße entlang der noch gut erhaltenen Partien der ehemaligen Befestigungsmauer hinab, bis Sie am Ende der Straße zum Stiegelgässer Tor gelangen. 
  • Durchschreiten Sie dieses und biegen Sie dann nach links in die von prächtigen Adelshöfen gesäumte Edelgasse ein, an deren Ende mit dem Ohrenbrücker Tor ein weiterer gut erhaltener Teil der historischen Befestigungsanlage der Stadt auf Sie wartet.
  • Lassen Sie dann auch dieses Tor hinter sich und biegen Sie rechts in die weitläufige Parkanlage ein, die SIe dann durchqueren um zur historischen Nam´schen Mühle zu gelangen.
  • Der imposante, 31 m hohe Bismarckturm liegt etwa 1,5 km abseits der Stadtroute, ist aber in jedem Fall einen Besuch wert. Erklimmen Sie hier die vielen Treppenstufen und belohnen Sie sich mit einem ausgezeichneten Weitblick über das traumhafte Panorama der Weinregion Ingelheim. Am besten zu erreichen ist dieser über die Kreisverkehrsinsel hinweg durch die dortige Auschilderung. 
  • Fortgesetzt wird die Route schließlich wieder von der Nam´schen Mühle aus. Von hier gelangen Sie zum nächsten Punkt der Tour, indem Sie die Altegasse bergauf laufen. Sodann erreichen Sie bald auf der linken Seite die Mauerreste, die ehemals ein Teil der Befestigungsanlagen darstellen.
  • Biegen Sie links ab in die Straße Unterer Zwerchweg und folgen Sie ihr, bis Sie linken Fusses den "die Schnecke" genannten Wehrturm erreicht haben. Einen weiteren gut erhaltenen Wehrturm erwartete Sie, wenn Sie dann dem Straßenverlauf bis zu der Kreuzung Ecke Mühlstraße / Gärtnerstraße folgen. 
  • Hier führt ein kleiner Fußweg durch die Siedlungsstrukturen, dem Sie hangaufwärts folgen müssen, um bald auf der rechten Seite den Befestigungsturm zu erreichen. 
  • Gegenüber des Turms sehen Sie einen kleinen unbefestigten Fußweg zwischen den Gebäuden hindurch führen. Folgen Sie diesem, nachdem Sie einen kurzen Abstecher nach rechts, die Bahnhofstraße hinauf, zum Alten Gymnasium gemacht haben.
  • Nachdem Sie den unbefestigten Fußweg hinter sich gelassen haben, erreiche Sie die Rinderbachstraße. Dieses führt Sie ebenfalls zu dem Spitalgässchen, in welcher sich die dem Heiligen Jodokus gewidmeten ehemalige Kapelle befindet.
  • Kehren Sie nun um und nehmen Sie die erste Abzweigung zu Ihrer Rechten, um in das Seufzerpfädchen zu gelangen.
  • Flanieren Sie hier entlang der alten, östlichen Befestigungsmauern der Burgkirche bis hin zum traditionellen Festplatz des Rotweinfestes und halten Sie sich an der Burgkirchenmauer.
  • Kehren Sie zum Startpunkt der Tour zurück, indem sie vom Festplatz rechts hinunter und durch das Tor schreiten. Begeben Sie sich wieder zurück auf die Straße "An der Burgkirche", jedoch biegen Sie dieses Mal die erste Straße links ab. Die nächste Möglichkeit die sich Ihnen wieder zur Linken bietet nutzen Sie zum Abbiegen und gelangen so einerseits zur katholischen Pfarrkirche St. Michael, andererseits zum ehemaligen Amtsgericht.
  • Von hieraus gelangen Sie zur letzten Station, dem Synagogenplatz in wenigen Minuten. 
  • Folgen Sie nun einfach der Straße in die selbe Richtung bis zum Marktplatz und biegen Sie am Brunnen scharf links in die Stiegelgasse ein.
  • Folgen Sie dieser bis Sie wieder auf der Linken auf den Jungfernpfad stoßen. Hier finden Sie dann die letzte Station auf der Rundtour durch den alten Ober-Ingelheimer Ortskern.

Höhenprofil

Anfahrt

Folgen Sie der Beschilderung nach Ingelheim-Süd zur Burgkirche.

Parken

Parkmöglichkeiten finden Sie auf der rückwärtigen Seite der Burgkirche.

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