Dezember 2025

Dezember 2025
Vor einigen Jahren wurde mit dem Rebschnitt erst nach den Feiertagen im neuen Jahr begonnen. Da die Betriebe immer größer werden beginnt diese Tätigkeit direkt nach dem Blattfall oft schon im November. Nach wie vor ist der Rebschnitt in der traditionellen Bogenerziehung noch die aufwändigste Handarbeit im Weinberg und stellt mehr als ein Drittel der Gesamthandarbeitszeit dar. So müssen die Wintermonate von Dezember bis März komplett genutzt werden.
Infolge des steigenden Kostendrucks stellen deshalb immer mehr Betriebe ihre Rebanlagen auf den sogenannten Minimalschnitt um. Hier wird im Winter nahezu nichts abgeschnitten. Das geschieht dann alles bereits im Sommer mit speziellen Laubschneidegeräten.
Nichts desto trotz schneiden die meisten Weingüter ihre Rebstöcke ganz klassisch auf eine Rute zurück. Das Ziel ist, etwa 10 bis 15 Knospen für das kommende Jahr zu erhalten. Mittlerweile wurden die mit Muskelkraft betätigten Handscheren durch elektrisch betriebene Akkuscheren abgelöst. Beim Spaziergang hört man oft das typische Summen dieser Geräte. Das Ausheben des abgeschnittenen Rebholzes wird in einem zweiten Arbeitsgang durch weniger versierte Hilfskräfte übernommen. Anschließend wird das auf dem Boden liegende Rebholz gehäckselt und verbleibt als organischer Dünger im Weinberg.