Seit seiner Wiedereröffnung 1991 hat sich der Frankfurter Hof in der Mainzer Altstadt als zentrales Kulturzentrum der Stadt etabliert. Nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler machen den Veranstaltungsort weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannt. Das Programm umfasst ein vielfältiges Spektrum aus Musik, Theater, Ausstellungen, Klassik, Popkultur und multikulturellen Angeboten. Während der Konzertreihe „Summer in the City“ werden im Sommer zudem weitere beeindruckende Open-Air-Locations in Mainz bespielt.
Die Geschichte des Frankfurter Hofs reicht 175 Jahre zurück: Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte der Altstadt-Wirt Konrad Falck den Bedarf an Veranstaltungsräumen und errichtete 1841 den „Narhalla-Bau“ – den Beginn der politisch-literarischen Fastnacht, die bis heute ein prägendes Element der Mainzer Fastnacht ist. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Frankfurter Hof zudem zu einem Zentrum des Liberalismus, Sozialismus und politischen Katholizismus und erhielt den Beinamen „Mainzer Paulskirche“. Persönlichkeiten wie Ferdinand Lasalle, Sozial-Bischof Ketteler und Ludwig Bamberger prägten hier mit ihren Reden und Ideen die politische Kultur der Stadt.
In den 1970er Jahren stand das Gebäude kurz vor dem Abriss, doch ein Bürgerverein setzte sich ab 1983 erfolgreich für den Erhalt ein. Seit der Wiedereröffnung 1991 dient der Frankfurter Hof als kulturelles Bürgerzentrum. Anfang 2012 wurde er in die mainzplus GmbH integriert. In den vergangenen 30 Jahren fanden hier über 10.000 Veranstaltungen statt.



