Auf dem Selztalradweg bei Ingelheim, © Dominik Ketz© Dominik Ketz

Der Netzplan des Radtouristischen Entwicklungsplans ist auf die aktuellen Anforderungen der Radfahrer und im speziellen der Zielgruppe der aktiven Naturgenießer bestmöglich abgestimmt. Er ist das Ergebnis einer umfassenden Bewertung der bestehenden touristischen Routen und der Analyse von Potenzialstrecken und -routen. Die Planung strebt die Einführung eines touristischen Radwegenetzes von 12 Rundrouten und einem Streckenradweg an, dass den Rheinradweg als Leitradweg nutzt und einbindet und das rund 530 Streckenkilometer umfassen wird.

Prämissen für den Netzplan

Die Entwicklung des Netzplans gründet auf den folgenden Prämissen:

  • Schaffung von Rundrouten im „richtigen“ Format, um den Anforderungen des Marktes und der Zielgruppe (aktive Naturgenießer) gerecht zu werden
     
  • Verankerung von sogenannten Kristallisationsorten (zentrale Orte mit einem umfassenden touristischen Angebot)
     
  • Nutzung und Beibehaltung der im Bestand guten Routen (Auswahl basierend auf der Bestandsanalyse) und guter Abschnitte in neuen Routen, die bestenfalls schon Bestandteil des nach Landesstandard (HBR) beschilderten Radwegenetzes sind; Ziel: Verbesserung der Qualität
     
  • Einbindung von Teilabschnitten des Rheinradweges in Rundrouten zur weiteren Stärkung des Rheinradweges als „Schaufenster in die Region“
     
  • Anbindung der touristisch relevanten POIs auf geeigneten Radwegen, um mithilfe der Radwege touristische Wertschöpfung zu generieren
     
  • Sicherstellung der Erlebbarkeit der Profil-Themen Wein, Rhein, Kultur und Weitsicht entlang der Routen, um den Gästen das Beste von Rheinhessen zu zeigen

Kriterien für Kristallisationsorte

Folgende Kriterien müssen die Kristallisationsorte erfüllen, um im Netz berücksichtigt zu werden:

  • Anbindung an mindestens 2 Routen im touristischen Radroutennetz Rheinhessen
     
  • Bahnhof/schienengebundene ÖPNV-Anbindung 
     
  • Kritische Größe Übernachtungsbetriebe unterschiedlicher Struktur
     
  • Kritische Größe Gastronomiebetriebe unterschiedlicher Arten/ Geschmacksrichtungen mit Öffnungszeiten auch werktags/tagsüber
     
  • Vorhandene Tourist-Info (bevorzugt mit i-Marke)
     
  • Vorhandene Fahrradservice-Infrastruktur, d.h. E-Bike-Ladestation, Reparaturservice, gerne Fahrradboxen/Gepäckschließfach