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Weingut Landgraf

Rheinhessen – seit 1752 sind wir hier zuhause und betreiben Weinbau. In dieser von sanften Hügeln, breiten Tälern und von der Sonne umschwärmten Landschaft. Klimatisch beeinflusst vom Rhein und den Gebirgsketten Hunsrück, Taunus und Odenwald. Warme Sommer, milde Winter, geringe Niederschlagsmengen. Geformt durch mehrere Millionen Jahre Arbeit der Natur. Dadurch wurde unsere wichtigste Grundlage für den Weinbau geschaffen – unsere Böden! Geprägt von weißen, knorrigen Kalksteinböden und durch Wind und Wetter entstandene Mergelverwitterungsböden. Ganze Gesteinsadern schlängeln sich durch unsere Weinberge und treffen dort auf die Wurzeln unserer Reben.
Riesling, Grau-, Weiß- und Spätburgunder, Chardonnay, Merlot und Cabernet Sauvignon. Klassische deutsche Rebsorten gepaart mit internationalem Flair. Unsere Weinberge verteilen sich auf die Saulheimer Lagen Heiligenhaus, Haubenberg, Hölle und Schlossberg. Jede Lage hat ihre Besonderheiten, ihre Ecken und Kanten. Junge Reben als Energieträger und alte Extraktkünstler. Jede Rebe ein Individuum. Eine enge Pflanzung, um die Konkurrenz zwischen den einzelnen Stöcken zu fördern. Um sich die wichtigsten Stoffe aus dem Boden zu holen und so das Überleben zu sichern, muss die Rebe tiefer wurzeln. Vorteil: die Wurzeln nehmen mehr Nährstoffe im Boden auf und versorgen die Pflanze damit optimal. Durch biologische Bewirtschaftung unterstützen wir die Rebe ebenfalls. Was bedeutet biologisch für uns? Der Verzicht auf naturfremde Pflanzenschutzmittel, Dünger und Insektenvernichtungsmittel. Die Unterstockbereiche werden mechanisch bearbeitet. Da fühlen sich auch Nützlinge wie Regenwürmern, Florfliegen, Wanzen oder Raubmilben sehr wohl. Ergänzend eine ausgeprägte Zwischenreihenbegrünung. Alles abgestimmt auf den Bedarf der Rebe. Die Natur bestimmt den Takt.
Wir? Das ist die Familie Landgraf mit Betriebsleiter und Kellermeister Andre, Kreativkopf Katrin und den beiden Söhnen Moritz und Henri. Wir tragen den Rucksack des Wissens unserer Vorfahren weiter. Wir verstehen, feilen und optimieren. Viel Handarbeit im Weinberg, Handlese in mehreren Durchgängen, Maischestandzeiten bei Weiß- und Rotweinen. Wir arbeiten mit den natürlichen Hefen im Wein und fördern den biologischen Säureabbau. Ein langes Lager auf der Feinhefe verpasst unseren Weinen noch den letzten Schliff. Ausgebaut im Edelstahltank, Tonneau oder Barriquefass. Durch eine saubere Arbeit im Weinberg und im Keller können wir auf Schönungsmittel verzichten – dadurch sind unsere Weine auch vegan. Es entstehen ehrliche, unverfälschte Weine, welche stark von ihrer Herkunft und ihrem
Jahrgang geprägt sind und davon erzählen.

Über uns

  • Kellermeister Andre Landgraf
  • Rebfläche 20 Hektar
  • Fachhandel
  • Winzersekt
  • Maxime Herkunft Rheinhessen

Kontaktinformationen:

Weingut Landgraf
Andre Landgraf
Außerhalb 9 55291 Saulheim

Bearbeitete Weinlagen

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Alternativbild für Saulheimer Haubenberg

Saulheimer Haubenberg

Die Lage wurde 1279 mit dem Namen "zu Hubin" und 1486 mit dem Namen "an dem huberberge" urkundlich erwähnt. Der Name entstammt aus dem mittelhochdeutsch Wort "huobe" und bedeutet Hufe, ein agrarisches Flächenmaß.
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Saulheimer Hölle

Saulheimer Hölle

Kalkstein-Hölle: Sonnenverwöhnte Reben, kühle Kalksteinaromatik   

Ja, die Lage ist nach Süden ausgerichtet und sonnenverwöhnt. Aber Nein, eine senkend heiße Hölle ist mit dem Lagennamen nicht gemeint. „Hölle“ bezeichnet vielmehr einen leichten Abhang. Die Lage wurde Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Namen "uff helden" und Ende 17. Jahrhundert mit dem Namen "zu höllen" urkundlich erwähnt. Lehmmergel und fruchtbarer Löss finden sich hier als Auflage. Sowie im Untergrund Kalkstein, der prädestiniert für Top-Rieslinge und -Spätburgunder. Schon in der Saulheimer Ortschronik von 1963 heißt es: „Der Nieder-Saulheimer Wein ist kräftig, von außergewöhnlicher Güte und Reinheit. Die Spitzenweine der Lagen Zu Höllen, Probstey, Hauben und Norenberg seien besonders genannt."

> Wandern, Radtouren, Geschichte, Tourismus etc. von Saulheim: https://www.saulheim.de/kultur-tourismus/
 

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Saulheimer Schloßberg

Saulheimer Schloßberg

Schlösser, warme Winde und Niemandsland

Am 6. Mai 1588 ließ „Seyfried von Dienheim“ den Grundstein zum Schlossbau in Nieder-Saulheim legen. Nach der französischen Revolution gelangte das Gut in private Hände – und so ist es bis heute. Die Lage, nach diesem Schloss benannt, ist von tiefgründigem Ton und Kalk- sowie Lehmmergel geprägt. Das Mikroklima ist einzigartig: Die umliegenden Hügel – wie ein Kessel – schützen die Reben vor Wind. Durch das Selztal besteht eine Verbindung zum Rhein. Auch an kalten Herbsttagen gelangen dadurch warme Winde zum Schloßberg. Der Pertelturm, erbaut vom Familienweingut Dechent, bietet ein herrliches Panorama. Auf der Strecke zwischen Saulheim und Partenheim ist es so ruhig und menschenleer, das Einheimische es „Niemandsland“ nennen.

> Regionalgeschichte Saulheim: https://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/saulheim/kulturdenkmaeler/schloss-nieder-s.html 
> Infos zum Pertelturm: https://www.pertelturm.de/pertelturm/
> Der liebste Ritter der Saulheimer war bekannt für seinen „Weindurst“. Infos zum Ritter Hundt: https://www.saulheim.de/zu-saulheim-steht-der-ritter-hundt/

 

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