Spätburgunder, © Udo Diel© Udo Diel

Nicht nur wir Menschen haben, wenn es warm ist, mehr Durst, auch die Reben brauchen mehr Wasser. Und das war in den letzten Wochen in vielen Weinlagen echt Mangelware. Den alten Rebstöcken mit Ihren über 10 Meter tiefen Wurzeln macht das nicht viel aus, die stehen noch im satten Grün da und ihre Traubenbeeren haben sich auch prächtig gefüllt. Hier bekommt man bei den frühen Rebsorten schon bald Lust zu probieren. Die jungen Weinberge hingegen leider sehr unter der Trockenheit, ihre Blätter werden langsam gelb und die Beeren sind auch noch recht dünn. Viele Winzerinnen und Winzer schneiden bei diesen entweder einen Teil oder sogar alle Trauben auf den Boden, um den Rebstöcken ihr „Überleben“ zu sichern.

Dass die Reife voran schreitet sieht man insbesondere an der beginnenden Färbung der roten Trauben. Bei den frühen Sorten Frühburgunder oder Regent sind mittlerweile schon die ersten Trauben blau gefärbt, wenn sie auch noch sehr sauer schmecken. Mit dem Beginn der Weinlese rechnen wir derzeit in den letzten August-Tagen, deutlich früher als im Durchschnitt der Jahre. Den ersten Federweißen wird es aber bestimmt schon in den nächsten Tagen geben. Freuen Sie sich auf den Vorboten des Jahrgangs 2026.