Rheinhessen im Abendlicht, © Dominik Ketz© Dominik Ketz
Rheinterrassenweg, © Karl-Georg Müller© Karl-Georg Müller
Blick vom Dom über Worms, © Rudolf Uhrig© Rudolf Uhrig

Die 1788 in wesentlichen Teilen barock konzipierte Anlage (Oberhofstraße Nr. 4) des Partenheimer Zweigs derer von Wallbrunn gilt als äußerst anschauliches Beispiel für Wohlstand und Bedeutung der in Großwinternheim ansässigen Adelssippen. Das breitgelagerte zweigeschossige Haupthaus mit seinem steilen Mansarddach beherrscht einen weitläufigen, an drei Seiten von Gebäuden gefassten Hof. Die symmetrische Fassade wird durch einen erhöhten Mittelrisalit mit dem Hauptportal gegliedert.
Die Hanglage der Rückfront dagegen lässt nur noch Eingeschossigkeit zu, führt aber bis an den Bereich der Obergasse in ein ungewöhnlich großzügiges Parkgrundstück.

Im Treppenhaus blieben Zeugnisse wertvoller Innenausstattung erhalten.

Über der vermauerten Toreinfahrt des linken Scheunentraktes findet sich ein Sandsteinrelief mit einem sogenannten Allianzstein in Form einer Triumphpforte mit zwei Ehewappen und der Datierung 1539 (oder 1559), die möglicherweise vom Haxthäuser Hof (Gemarkung Nieder-Ingelheim) stammen.

Einen unvergessenen ortsgeschichtlichen Verdienst erwarb sich 1796 während der französischen Besatzungszeit die Freifrau von Wallbrunn. Durch ihren persönlichen Bittgang in das Lager des Generals Custine verhinderte sie das Niederbrennen des Dorfes - ein schlimmes Schicksal, das dem nahe gelegenen Schwabenheim nicht erspart blieb.

Wallbrunn'scher Palais © Stadt Ingelheim/GK