Plauderei zur Ausstellung: Benjamin, ich hab´ nichts anzuzieh´n!

Mainz
am 15.03.2026 um 19:30 Uhr

„Benjamin, ich hab’ nichts anzuzieh’n!“ oder „Wo sind Deine Haare, August?“

In der Blütezeit der Unterhaltungsmusik bis in die frühen 1930er-Jahre wurde nahezu alles thematisiert, was das private wie gesellschaftliche Leben bewegte – gewissermaßen „von Kopf bis Fuß“. Dazu gehörte selbstverständlich auch die Mode. Vor diesem Hintergrund erscheinen sowohl die Klage, nichts zum Anziehen zu haben, als auch die Frage nach der verschwundenen Haarpracht nur konsequent.

Doch nicht allein Kleidung fand Eingang in die Lieder dieser Zeit. Auch das Schminken, das Telephonieren oder der „Gummikavalier“, der das Schwimmen zum vergnüglichen Zeitvertreib machte, wurden musikalisch verarbeitet. Die entsprechenden Noten erschienen mit aufwendig gestalteten grafischen Titeln, den sogenannten Notentitelblättern – ein besonderer Genuss für Liebhaber:innen der Grafik. Hinter diesen Blättern verbergen sich jedoch nicht nur Geschichten, sondern auch Lebensläufe. Ein Blick in zeitgenössische Anstands- und Benimmbücher zeigt zudem, wie sehr die Unterhaltungsmusik stets am Puls der Zeit war.

Zu einer kleinen Plauderei innerhalb der Ausstellung „Benjamin, ich hab’ nichts anzuzieh’n“ laden Evelin Förster und Ferdinand von Seebach am Piano herzlich ein. Begleitet wird der Abend von viel Musik und Bildmaterial aus den Jahren 1918 bis 1933.

Benjamin Ich habe nichts zum Anziehn © Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e.V.
Benjamin ich hab nichts anzuzieh`n © Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e.V.

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