
Am Kriegsheimer Ortsrand erhebt sich mit dem markanten Turm das dominante Anwesen des Hofgutes Wiesenmühle. Das Hauptgebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und bildet mit den 3 großen Nebengebäuden einen geschlossenen, rechteckigen Hof, der 1816 von dem Kriegsheimer Mennonit Johann Mundorf erworben wurde. Seit dem Übergang in den Besitz der Fam. Schilling im Jahre 1899 wird hier schwerpunktmäßig Ackerbau betrieben. Auch der Weinbau ist ein Standbein in der Landwirtschaft des Hofgutes. Die Mühle selbst…

Ein großes Grundstück in der ‚Kirchgasse‘ nördlich des alten Kirchwegs hatte einst der Schultheiß Emmerich von Engelstadt als Lehen der Grafen von Nassau inne. Nach seinem Tod erhielten seine Nachkommen 1485 alle Güter in Wackernheim als freies Eigentum. Ab 1819 befand sich das langgestreckte Anwesen in Besitz der Familie Michel. Der Landwirt Jakob Michel ließ 1856 die große unterkellerte Scheune (heute Kirchstraße 2a) errichten und den Hof straßenseitig mit einer Mauer…

Die sogenannte „Mistkaut“ zwischen Nierstein und Nackenheim inmitten der Weinberge am "Roten Hang", ist direkt am „RheinTerrassenWeg“ und am „Butttenmännie-Wanderweg“ gelegen. Das Relikt früherer Zeit aus Landwirtschaft und Weinbau wurde früher als Zwischenlager für Mist benutzt. Heute finden dort Weinproben und Feste statt. Ihr Name hat sie von einer Felsnische (Kaut) im Rotliegenden. Diese entstand durch den Abbau von Felskies (Kummer), der als Dünger verwendet wurde. Aufgrund…

Der Trullo - die Trulli - das besondere Weinbergshäuschen in Rheinhessen. Ehemalige Schutzhütten in den Weinbergen für die Arbeiter, aber auch für den "Wingertschütz" gedacht, der die Weinberge bewachte. Dieses Weinbergshäuschen hebt sich in der Form ab. Sein Tonnendach ist einzigartig in dr ganzen Umgebung.

Die katholische Kirche wurde 1760/62 als barocker Saalbau unter Einbeziehung älterer Bausubstanz errichtet. Für die Finanzierung des Chors konnte das Mainzer St. Stephansstift herangezogen werden, da es als Empfänger des Fruchtzehnten zu der Unterhaltung des Chores verpflichtet war. Die kurpfälzische kirchliche Administration kam für die Kosten des Kirchenschiffs auf. Der Dachreiter mit Glocke war ein Geschenk des Klosters Gottesthal in Mittelheim im Rheingau. Erst 1928 wurde der quadratische Glockenturm nach dem…

Zur Zeit der Reformation verfügte Ensheim bereits über eine Pfarrkirche, die – trotz mehrfacher Reparaturen und zweier Umbauten – bis heute genutzt wird. Der erste größere Umbau erfolgte 1722, da das Kirchenschiff baufällig geworden war und für die gewachsene Gemeinde nicht mehr ausreichte. Dabei wurde das Langhaus erweitert und erneuert. 1830 folgte ein weiterer Umbau, der sich auf den Chor beschränkte. In den folgenden hundert Jahren wurde die Kirche mehrfach instand gesetzt, besonders in…

Von dem einstigen lutherischen Kirchengebäude ist nur noch ein Teil des Eingangs sichtbar. Die darüber angebrachte Sandsteintafel verweist auf das Baujahr 1753. Nachdem sowohl die katholische als auch die reformierte Kirchengemeinde über ein eigenes neues Gotteshaus verfügten, schlossen sich die sechs ansässigen lutherischen Familien mit Glaubensgenossen aus dem kurmainzischen Rheingau jenseits des Rheins zusammen. Mithilfe einer Kollekte konnte eine bescheidene Kleinkirche errichtet und gemeinsam genutzt werden. Als…

Der 2,5 m hohe Menhir stammt wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit (ca. 400 bis 1700 v. Christus). Der Menhir wurde 1927 bei Rodungsarbeiten am Südosthang einer Erhebung bei Dittelsheim-Heßloch auf der Gewanne „Am weißen Stein“ in einer Tiefe von 80 cm entdeckt und 100 m davon entfernt wieder aufgerichtet. Hier war er wohl im ausgehenden Mittelalter vergraben worden, seine Bezeichnung hatte sich aber als Flurname erhalten. Ob er ursprünglich, wie auch zahlreiche andere Menhire, als Grenzstein Verwendung…