
Das im Ortskern gelegene Leininger Schloss besitzt eine facettenreiche Vergangenheit. Der Rohbau wurde 1708 fertiggestellt, zu einem weiteren Ausbau kam es allerdings zunächst nicht, da der damalige Eigentümer, Graf Carl Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, 1709 starb. Seine Frau, Gräfin Anna Sabina von Nostitz, verkaufte das Anwesen in finanzieller Not 1717 an den kurpfälzischen Geheimen Rat. In den darauffolgenden Jahren geriet das Schloss mehr und mehr in Vergessenheit, bis 70 Jahre später, 1787, erneut ein…

An den Mainzer Kammerspielen in der Malakoff Passage finden pro Spielzeit über 200 Vorstellungen statt, darunter durchschnittlich sieben eigene Premieren. Derzeit arbeiten neun Ensembles regelmäßig dort und bieten ein breites Spektrum – von traditionellem und experimentellem Sprechtheater über zeitgenössisches Ballett und aktuelle Revuen bis hin zu Musicals für Kinder. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischen Autor:innen, Erst- und Uraufführungen sowie Eigenproduktionen. Das…

Von dem einstigen lutherischen Kirchengebäude ist nur noch ein Teil des Eingangs sichtbar. Die darüber angebrachte Sandsteintafel verweist auf das Baujahr 1753. Nachdem sowohl die katholische als auch die reformierte Kirchengemeinde über ein eigenes neues Gotteshaus verfügten, schlossen sich die sechs ansässigen lutherischen Familien mit Glaubensgenossen aus dem kurmainzischen Rheingau jenseits des Rheins zusammen. Mithilfe einer Kollekte konnte eine bescheidene Kleinkirche errichtet und gemeinsam genutzt werden. Als…

Angehörige der Familie Ordenstein lebten von 1816 bis 1861 in Offstein. Moritz Ordenstein heiratete 1835 Johanna Scheuer aus Kriegsheim. Er wird in den Personenurkunden als "Handelsmann" bezeichnet. Sie hatten zwei Kinder, die Tochter Elisabeth, die schon zwei Tage nach der Geburt im Jahre 1854 verstarb. Sohn Heinrich wurde am 7.01.1856 geboren. Den Offsteiner Besitz verkaufte Moritz an Georg Andres l., bis ca. 1965 wurde es landwirtschaftlich genutzt. 1861 zog die Familie nach Worms in die Martinsgasse 9. Heinrich ging in Worms zur…

Nachdem das bis dahin einzige Gotteshaus St. Martin bei der Kirchenteilung den Reformierten zugesprochen worden war, mussten die Katholiken zunächst in eine Kapelle zu Ehren aller Heiligen in der Bornstraße 14 ausweichen. Dort hatte sich schon seit 1610 der katholische Friedhof befunden. Die katholische Kirche Schmerzen Mariens wurde 1733 erbaut. Ihren Bau ermöglichte eine Schenkung der Mainzer Patrizierfamilie Gedult von Jungenfeld, die das Grundstück zur Verfügung stellte. Die Innenausstattung besteht zum Teil aus…

Die kulturhistorisch bedeutsame Georgskapelle aus dem 10. Jahrhundert befindet sich auf dem Grund einer villa rustica, die im Jahr 40 n. Chr. errichtet wurde. Einst bedeutende Pilgerstätte an der Römerroute Rheinhessen, ist die St. Georgskapelle heute ausschließlich bei Führungen oder Veranstaltungen zugänglich.

Die 1716 erbaute Kath. Pfarrkirche St. Gereon liegt imposant auf einer Anhöhe, die dem Besucher einen wunderbaren Blick in das Umland bietet. Die Kirche ist als Baudenkmal in der Liste der Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz eingetragen und beherbergt einen eindrucksvollen Hochaltar (1698) und wunderschöne Deckenmalereien im Chorraum von Hans Thumann aus dem Jahr 1936. Der RheinTerrassenWeg führt direkt an dem barocken Saalbau vorbei.

Erstmals erwähnt im Jahre 1413 und somit die älteste Mühle in Monsheim. Die Mühle wurde 1900 zu einem Elektrizitätswerk aus- bzw. umgebaut. Hier wurde der erste elektrische Strom in Monsheim hergestellt. Der Gutsbesitzer in dieser Zeit war Hermann Finger. Besonderheit der Mühle war die historische Gemarkungsgrenze zwischen Monsheim und Kriegsheim, die mitten durch das Anwesen verlief. Die Mühle ist seit ca. 1920 im Besitz der Familie Milch, die hier erfolgreich Gastronomie und Weinbau betreibt. Text…