
Die kleine Kirche scheint hinter einer hohen Mauer fast verwunschen. Das Erdgeschoß des romanischen Chorturmes wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts umgebaut und mit Wölbung versehen. Zu Seiten der beiden Maßwerkfenster an der Ost- und der Südwand haben sich Malereien erhalten, die Petrus und Paulus sowie zwei weitere Apostel oder Propheten zeigen. Die feingliedrigen Figuren stehen unter gemalten Wimperg-Arkaden. Die im Verhältnis zum Chor sehr große und aufwendige Sakristei wurde im 15. Jahrhundert…

In der Mommenheimer Gaustraße sind gleich zwei Kirchen zu finden. Eine Kirche in Mommenheim findet erstmals im Jahr 791 Erwähnung, im sog. "Lorscher Codex". Die heutige evangelische Kirche stammt ursprünglich aus dem Jahre 1472. Nach der Zerstörung durch französische Truppen wurde die Kirche um 1700 neu errichtet. Die katholische Kirche St. Martin ist 1719 im Stil des ländlichen Barocks errichtet worden. Der Hochaltar entstand 1767 für das alte Mainzer Kapuzinerkloster und kam nach…

Hier stand einst das katholische Schulhaus, das 1857 erbaut wurde. Bereits 1850 hatte der katholische Pfarrer von Heidesheim Heinrich Berthes dem Kirchenfonds die Schenkung dieses Grundstücks zugesichert. Es sollte als Quartier für Geistliche, als Unterkunft für den Organisten und den Glöckner sowie als Unterrichtsraum für die katholische Konfessionsschule dienen. Bis zur Einführung der Kommunschulen wohnte und unterrichtete hier der katholische Lehrer Josef Becker aus Heidesheim. Danach wurde das Haus vermietet…

An dieser Stelle befindet sich ein Brunnenschacht, der bis zum Jahr 2012 unterhalb einer Asphaltdecke lag. Im Zuge der städtebaulichen Sanierung wurde der Saalbrunnen wieder ein Bestandteil des Ortsbildes. Travertinblöcke markieren heute seine Lage. Die Lage des Saalbrunnens ist besonders interessant: Er befindet sich genau auf dem Schnittpunkt von Längs- und Querachse der karolingischen Kernbebauung. Die Lage des Saalbrunnens markierte somit das Zentrum der Pfalzanlage um 800. Die symmetrische Anordnung der Pfalzgebäude…

Der Siefersheimer Höllberg umfasst eine felsige Hügelkuppe aus Rhyolith mit einer seltenen Pflanzengemeinschaft aus z.B. Felsenbirnen, Zwergmispeln, Rosen und Heide sowie einen dichten Ring aus Gehölzen an den Hängen.

Die St. Wendelinuskapelle im Bereich des westlichen Ortsausgangs ist das älteste noch bestehende Gebäude Offsteins. Die Kapelle wurde um das Jahr 1535 außerhalb des Dorfes errichtet. Unbekannt ist, wer den Bau des Gebäudes veranlasst, ausgeführt und finanziert hat. Diese Kapelle wurde auch "Heiligenhäuschen" oder sprachlich kurz "Helljer-Heisje" genannt. Die ursprünglich hölzerne Toranlage wurde gegen eine eiserne ausgetauscht. Diese hat zentral um die Schließvorrichtung eine Rosette, die im…

Nicht historischer Nachbau der 21. (vorletzten) Telegrafenstation, die 1813 zwischen Elsheim, Schwabenheim und Wackernheim errichtet wurde, um das Netz der damals neuen Telegrafie zwischen Metz und dem seinerzeit französischen Mainz zu schließen. Rekonstruktion 2016 und mit LEADER-Mitteln gefördert. Beitrag der Ortsgemeinde Stadecken-Elsheim zum 200-jährigen Jubiläum Rheinhessens. Text zur Verfügung gestellt von der Ortsgemeinde Stadecken-Elsheim.

Ob von der A63, der Pariser Straße (L401) oder der B420 in Richtung Nierstein – die evangelische Bergkirche ist aus vielen Richtungen weithin sichtbar und liegt eindrucksvoll inmitten der Weinberge. Der Bau orientiert sich am Stil einer romanischen Basilika und vereint verschiedene architektonische Epochen: einen quadratischen romanischen Turm, ein gotisches Kirchenschiff sowie einen spätgotischen Altarraum. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert wurde der hohe Chor mit spitzbogigen Maßwerkfenstern und Sterngewölben…