
Die Kirche ist zum Wahrzeichen der Gegend geworden. Von der Bedeutung des Ortes, der einst Stadtrechte besaß, kündet schon von weitem der über 60 m hohe Turm. Die dreischiffige Kirche wurde innerhalb kurzer Zeit zwischen 1431 und etwa 1475 errichtet. Ihre Stifter waren der letzte Graf von Veldenz und sein Schwiegersohn, der mit dem Haus Simmern-Zweibrücken eine neue Linie der Wittelsbacher begründete. Die an prominenter Stelle über dem Eingang angebrachte Gründungstafel (zwei Engel mit Kelch) erinnert…

Vom Salzwerk zum Kurgarten Kurpark und Thermal-Solebad Bad Münster am Stein „Ich stand am großen Wasserrad/ versenkt in tiefe Ruh/, empfing der Tropfen kühles Bad/ und sah dem Schwunge zu. Die Felsen strebten himmelan, ich wußt‘ es fern und nah, doch hatt‘ ich meine Lust daran, daß nur aufs Rad ich sah“, so dichtete begeistert der „Sänger des Nahetals“ - Gustav Pfarrius, in seiner Liedersammlung das „Nahetal in Liedern“ 1838. Die Szenerie, die er im Gedicht…

Wa sserbehälter 1 905 nach den Plänen von Wilhelm Lenz Kulturinspektion Mainz, als Bestandteil der „Wasserversorgung des Selz-Wiesbach-Gebietes südlich der Ortslage an einem Weinbergsweg in Jugendstilformen erbaut. Kubischer Sandstein-Bossenquaderbau vor dem in den Hang gebauten Wasserreservoir. Quelle: Kulturdenkmäler Rld.-Pfalz

Das Feuchtbiotop liegt direkt am Appelbach. Die Hiwweltour Tiefenthaler Höhe führt mitten durch diesen bedeutenden Rückzugsort für Pflanzen und Tiere. Bitte bleiben Sie auf den markierten Wegen.

Das vielverehrte Gnadenbild im Hochaltar ist am Fest Mariä Geburt (8. September) alljährlich Ziel einer großen Wallfahrt. Die hervorragende Tonplastik zeigt die auf einer Bank sitzende, mit dem Jesusknaben spielende Muttergottes in weich fließenden Gewändern. Sie ist in der Blütezeit der Tonplastik am Mittelrhein um 1420 entstanden und gehört in den Umkreis der Bildwerke in Bingen. Liebfrauenland - Gotik in Rheinhessen

Nachdem das bis dahin einzige Gotteshaus St. Martin bei der Kirchenteilung den Reformierten zugesprochen worden war, mussten die Katholiken zunächst in eine Kapelle zu Ehren aller Heiligen in der Bornstraße 14 ausweichen. Dort hatte sich schon seit 1610 der katholische Friedhof befunden. Die katholische Kirche Schmerzen Mariens wurde 1733 erbaut. Ihren Bau ermöglichte eine Schenkung der Mainzer Patrizierfamilie Gedult von Jungenfeld, die das Grundstück zur Verfügung stellte. Die Innenausstattung besteht zum Teil aus…

Das Adlerdenkmal auf dem Mühlberg ist ein Kriegerdenkmal (Gefallenendenkmal) aus dem 1. Weltkrieg. Vermutlich wurde es bereits während des Krieges (im Sommer 1915) eingeweiht, was zur damaligen Zeit unüblich war. Auch die Bauart – errichtet aus Feldsteinen – macht das Adlerdenkmal zu einer Besonderheit.

Der Rote Hang ist eine einmalige Weinbergsformation am Rhein zwischen Nierstein und Nackenheim - entstanden vor über 280 Mio. Jahren durch den Einbruch des Rheingrabens zwischen dem Mainzer Becken und dem Oberrheingraben. Eine weitere Besonderheit dieses Hangs ist der rote Boden, der auch ausschlaggebend für die Namensgebung war. Die Färbung rührt von eingelagerten Eisenverbindungen (Hämatit) her, welche unter dem damaligen subtropischen Klima entstehen konnten. Die Substanz des Bodens besteht aus Ton- und Sandstein.…