
Der unterhalb des Petersbergs gelegene Ort besaß im Mittelalter die Rechte einer Freien Reichsstadt. Von der einstigen Bedeutung zeugt der große Kirchenbau, der einen ähnlich dimensionierten Vorgängerbau ersetzte, wo die Reliquien des heiligen Bischofs Rufus aus Metz verehrt wurden. Durch Schließung des Chorbogens ist die Kirche seit 1705 in einen evangelischen (Langhaus) und einen katholischen Teil (Chor) getrennt. Das zweischiffige, flachgedeckte Langhaus wurde um 1420 unter Johann von Diepach erbaut. Hier haben…

Bereits 1394 wurde ein Gemeindebackhaus in Wackernheim erwähnt. Das letzte wurde um 1840 errichtet, nachdem sich der alte Backofen und das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand befunden hatten. Nach alter Tradition wurde das Haus mitsamt Backofen und Gärtchen an einen Bäcker zu einem jährlichen Zins verpachtet. Für die Unterhaltung des Backhauses war der Bäcker zuständig. Der Steinbackofen war an der Nordseite des Hauses angebaut. Im Osten befand sich der dazugehörige Backhausgarten. Der…

Im Jahr 1880 legte der Mainzer Stadtbaumeister Eduard Kreyßig einen neuen jüdischen Friedhof an der Unteren Zahlbacher Straße neben dem Mainzer Hauptfriedhof an. Damit wurde die Nutzung des alten Friedhofs Judensand in der Mombacher Straße beendet. Am Eingang erinnert seit 1948 eine Gedenktafel mit der Inschrift: „Unseren Opfern zum Gedenken. Den Mördern zur Schande. Den Lebenden zur Mahnung.“ Die Gräber blieben während des NS-Regimes und der Kriegszeit unversehrt, und bis heute werden hier…

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Bei den Andesitbrüchen handelt es sich um altes vulkanisches Gestein. In den Felsen der Steinkante sind kleine runde Einschlüsse vorhanden, sogenannte Mandelsteine, die meist mit Chlorit oder Calcit ausgefüllt sind. Die Andesit-Vorkommen sind über den „Küstenweg Flonheim" oder die "Hiwweltour Aulheimer Tal" erreichbar. Entlang dieser Wege passiert man die vulkanischen Brüche, die sich mit dem typischen Flonheimer Sandstein abwechseln.

Die evangelische Kirche wurde 1910 im Jugendstil errichtet, nachdem das ehemals reformierte Gotteshaus in der Kirchstraße aus dem Jahr 1739 zu klein und baufällig geworden war. Sie ist nach dem König Gustav II. Adolf benannt, der 1630 als protestantischer Heerführer der Schweden in den Dreißigjährigen Krieg eintrat. Sein Abbild zeigt ein Kirchenfenster an der Westseite. Vier Jahre ab dem Winter 1631/32 herrschten die Schweden im Ingelheimer Grund, nachdem sie die spanische Besatzung vertrieben hatten.…

Beginen waren Frauen im Mittelalter, die im Schutz der christlichen Gemeinschaft ein intensives Leben in der Nachfolge Christi anstrebten. Durch ihre Arbeit in den Pflege- und Bildungsstätten sowie durch ihr Wissen in der Pflanzenheilkunde beeinflussten sie das damalige, soziale Leben maßgeblich. Ganz ohne Klostereintritt und dauerhaftem Gelübde standen sie weitgehend autonom dem hiesigen Franziskaner Kloster nahe. Auch wenn die drei bekannten Beginenhäuser Oppenheims nicht mehr erhalten sind, laden wir Sie dennoch ein,…

Die Kirche enthält romanische, gotische und barocke Elemente. Der flachgedeckte Chor wurde Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet und mit umfangreichen Wandmalereien ausgestattet. An der linken Wand ist eine große Schutzmantelmuttergottes zu sehen. Zwischen den vier Maßwerkfenstern sind Heilige dargestellt. Im Sockelgeschoss ist ein umlaufender Rankenteppich aufgemalt, als Bekrönung der Figuren eine reiche Scheinarchitektur. Quelle: Liebfrauenland - Gotik in Rheinhessen