
Am Eingang zum Ulmengraben in der Pariser Straße, gegenüber der katholischen Kirche am Platz „Neutor“, befinden sich steinerne Gestelle in Galgenform. Diese sogenannten „Ruhen“ dienten früher den Bäuerinnen zum Abstellen ihrer Lasten und standen ursprünglich „im Oberfeld“, also in der Gemarkung oberhalb des Schlossbergs. Am Neutor ist außerdem noch eine Säule des einstigen Wörrstädter Schlosses erhalten.

Die Mainzer Altstadt trägt die Spuren einer langen und wechselvollen Vergangenheit, die sich bis heute deutlich im Stadtbild widerspiegeln. Sichtbar wird sie im mächtigen mittelalterlichen Dom, in den historischen Patrizierhäusern, im Kurfürstlichen Schloss sowie in den engen, verwinkelten Gassen und stimmungsvollen Plätzen. Ergänzt wird dieses historische Erbe durch moderne Bauwerke wie das 1971 errichtete Rathaus des dänischen Architekten Arne Jacobsen, das Brand-Einkaufszentrum, die Rheingoldhalle und das…

Eine geheimnisvolle Stimmung liegt über dem nächtlichen Mainz der Römerzeit. Soldaten in voller Rüstung ziehen um das Feuer eines großen Scheiterhaufens, legen Waffen und Beutegaben ab, während Totenklagen durch die Dunkelheit hallen und das flackernde Feuer gespenstische Schatten auf das nahe Ehrenmal wirft. So könnte der jährliche Totenkult für General Drusus ausgesehen haben. Reste des Drusussteins, der als bedeutendes römisches Denkmal gilt, sind noch heute auf dem Gelände der…

EINER DER SCHILLERNDSTEN DEUTSCHEN DICHTER WURDE IN BINGEN GEBOREN Stefan George wird am 12. Juli 1868 als Sohn eines Weinhändlers und Gastwirts in Bingen-Büdesheim geboren. Schon als Kind fühlt er sich hingezogen zu Kultischem, zu Religion und nationalen Ideen. Nach dem Abitur reist George durch Europa und nimmt Kontakt zu großen Schriftstellern und Künstlern seiner Zeit auf. Bereits seine frühen Werke lassen eine Abkehr von der Alltagswirklichkeit erkennen. Anhänger und Bewunderer des jungen Dichters formieren sich sehr bald im…

Das Haus ist heute ein zweigeschossiges Wohnhaus und gilt als ältestes Haus im Ortsteil Dalsheim. Wahrscheinlich nach den Zerstörungen im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde das Gebäude 1716 gem. Jahreszahl über der Tür renoviert. Fundamente, Keller und die Fenstergewände lassen auf eine ursprüngliche Erbauungszeit schließen die ca. 150 Jahre früher, also schon im 16. Jahrhundert lag. Das Obergeschoß ziert umlaufend fränkisches Fachwerk, dass an der Straßenseite bei der…

Auf dem Städtischen Friedhof, auf dem Weg zum Dorfgraben (entlang der ev.Kirche) befinden sich Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Darunter frühklassizistische Grabmale. Zwischen Aussegnungshalle und kath. Pfarrhaus steht eine Steinsäule gekrönt mit einem antiken Helm, einer Platte mit Fahnen und einer zerbrochenen Kanone. Das Denkmal wurde für die aus den Napoleonischen Feldzügen heimgekehrten bzw. gefallenen Soldaten aus dem Kanton Wörrstadt errichtet.

Glaubst du, du hast schon den besten Blick auf die Region? Das Johannisberger Türmchen wird dich eines Besseren belehren. Auf dem Wanderweg „Rabenschule“ zwischen Gau-Algesheim und dem Kloster Jakobsberg erwartet dich ein Aussichtspunkt mit atemberaubendem Panoramablick – vom Rheintal bis zum Taunus. Das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Weinblätter im Wind machen dieses Erlebnis unvergesslich.

Nachdem das bis dahin einzige Gotteshaus St. Martin bei der Kirchenteilung den Reformierten zugesprochen worden war, mussten die Katholiken zunächst in eine Kapelle zu Ehren aller Heiligen in der Bornstraße 14 ausweichen. Dort hatte sich schon seit 1610 der katholische Friedhof befunden. Die katholische Kirche Schmerzen Mariens wurde 1733 erbaut. Ihren Bau ermöglichte eine Schenkung der Mainzer Patrizierfamilie Gedult von Jungenfeld, die das Grundstück zur Verfügung stellte. Die Innenausstattung besteht zum Teil aus…